Die gegenwärtige Diskussion um Gender, sexuelle Identität und Moral steht im Kontext eines stark humanistisch geprägten Zeitgeistes. Dabei löst sich der Mensch zunehmend von der von Gott gegebenen Schöpfungsordnung und erhebt sich selbst zum Maßstab für Gut und Böse. Diese Entwicklung steht im klaren Gegensatz zur biblischen Weltsicht.
Was sagt die Bibel?
Die Bibel macht deutlich, dass die Welt insgesamt nicht neutral ist, sondern unter einem geistlichen Einfluss steht. Johannes schreibt: „Wir wissen, dass wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen.“ (1Joh 5,19)
Damit wird eine grundsätzliche Trennlinie gezogen: Es gibt Menschen, die sich unter die rechtmäßige Herrschaft Gottes gestellt haben, und solche, die diese Herrschaft ablehnen. Letztere beschreibt die Schrift als Teil eines Systems, das von Satan beeinflusst ist. Der Mensch entscheidet sich dabei bewusst gegen die Abhängigkeit von Gott und lehnt folgerichtig die offenbarte Wahrheit des Wortes Gottes ab.
Auch Gottes Maßstäbe in moralischen und geschöpflichen Fragen haben sich nicht verändert. Die biblische Sicht auf Geschlechtlichkeit, Ehe und Sexualität ist eindeutig und bleibt verbindlich, unabhängig davon, was gesellschaftlich akzeptiert oder gesetzlich geregelt wird.
Was lehrte Derek Prince dazu?
Derek Prince ordnete die Entwicklungen rund um Gender, Sexualität und Moral nicht primär psychologisch oder gesellschaftlich ein, sondern geistlich. Er sah sie als Ausdruck eines humanistischen Denkens, das den Menschen an die Stelle Gottes setzt und göttliche Ordnung bewusst zurückweist.
In seiner Lehre zur „Verführung des Humanismus“ zeigte Prince auf, dass zentrale Elemente der antiken griechischen Kultur – Rationalismus, Körperkult und Homosexualität – das Denken Europas bis heute prägen. Er stellte fest:
„In der griechischen Kultur gab es drei Hauptelemente: Rationalismus, Körperkultur/Sport und Homosexualität. Es ist einfach zu sehen, dass genau diese Elemente in unserer heutigen Kultur wieder einen hohen Stellenwert haben.“
Derek machte deutlich, dass dieser Humanismus nicht neutral ist, sondern in Rebellion gegen Gott steht. Er beschrieb ihn als ein System, das eigene Maßstäbe setzt und Gottes Gesetz bewusst ersetzt:
„Hier ist von einem Thron die Rede, der in Rebellion gegenüber Gott aufgerichtet wird. Es ist ein Thron, der Gesetze schafft, die dem Gesetz Gottes widersprechen. Stattdessen wird das, was Gottes Gesetz widerspricht, zum Gesetz erhoben.“
In diesem Zusammenhang warnte er ausdrücklich davor, staatliche oder gesellschaftliche Akzeptanz mit göttlicher Zustimmung zu verwechseln. Wo Gesetze offen dem Wort Gottes widersprechen, dürfe der Christ diese nicht innerlich übernehmen oder legitimieren.
Besonders deutlich wurde Derek Prince im Blick auf die Auflösung der von Gott geschaffenen Geschlechterordnung. Unter Bezug auf die Worte Jesu betonte er:
„Sehr wichtig ist in diesem Zusammenhang die Aussage Jesu, dass Gott den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat – und nichts ‚dazwischen‘.“
Derek sah die zunehmende Verwirrung zwischen männlich und weiblich als ernstes geistliches Warnsignal. Er verwies darauf, dass ähnliche Entwicklungen bereits in Sodom und Gomorrha zu beobachten waren, und hielt fest, dass Gottes Maßstab sich nicht verändert hat:
„Gottes Sichtweise bezüglich Homosexualität und anderen sexuellen Verirrungen hat sich bis heute nicht im Geringsten geändert. Sein Standard ist seit Anbeginn der Zeit derselbe.“
Kurze Zusammenfassung
Die Gender-Debatte ist kein isoliertes gesellschaftliches Phänomen, sondern Ausdruck eines tieferliegenden geistlichen Konflikts. Sie steht im Zusammenhang mit der Abkehr von Gottes Ordnung und der Ablehnung biblischer Autorität.
Was bedeutet das praktisch?
Christen sind aufgerufen, klar zu ihrem Glauben zu stehen und sich an der Wahrheit der Schrift zu orientieren. Gleichzeitig sollen sie Menschen in Wahrheit und Liebe begegnen und durch ihren eigenen Lebensstil bezeugen, dass Christus in ihnen lebt. Weisheit ist dabei entscheidend: Nicht jede Situation erfordert Konfrontation, und unnötige Provokationen sollten vermieden werden.
Die Aufgabe des Christen besteht nicht darin, den Zeitgeist zu übernehmen, sondern inmitten einer widersprüchlichen Welt an der Wahrheit der Bibel festzuhalten und sie in einer Haltung von Klarheit, Liebe und geistlicher Nüchternheit zu vertreten.