23. Dezember: Wir wollen uns zum Vollkommenen wenden



Gestern kamen wir zu dem Ergebnis, dass es für uns als begrenzte Menschen töricht ist, über das Heil der Menschen zu spekulieren, und dass wir stattdessen auf Gottes Gerechtigkeit vertrauen können. Diejenigen, die Gottes unermessliche Barmherzigkeit gekostet haben, sind sicher, dass Er Seine Barmherzigkeit niemandem vorenthalten wird, der dafür in Frage kommt.

Wir sollten uns jedoch davor hüten, anzunehmen, dass wir jemals alles vollständig verstehen können, was zu Gottes Gerichten gehört. Die Studien in dieser Reihe haben lediglich bestimmte Aspekte berührt, die Gott in der Heiligen Schrift aufgezeichnet hat. Es gibt noch viele andere Bereiche dieses riesigen Themas, die unser Fassungsvermögen völlig übersteigen.

Letzten Endes können wir nur die Ehrfurcht und das Staunen teilen, die Paulus zum Ausdruck bringt.

„O welche Tiefe des Reichtums sowohl der Weisheit als auch der Erkenntnis Gottes! Wie unergründlich sind seine Gerichte, und wie unausforschlich seine Wege!“ (Röm 11,33)

Damit ist das systematische Studium der sechs Grundlehren des christlichen Glaubens, die das Thema dieser Reihe „Fundamente des christlichen Glaubens“ waren, angemessen abgeschlossen.

Durch das systematische Studium haben wir das biblische Fundament der Lehre, auf dem der Glaube eines jeden Christen fest gebaut werden kann, gründlich gelegt. Wenn dieses Fundament gelegt ist, wird es möglich, den weiteren Aufruf aus Hebräer 6,1 zu befolgen:

„Darum wollen wir…uns zum Vollkommenen wenden.“ (LU)

Lasst uns auf diesem Fundament weiterbauen, bis wir in unserem Leben ein vollendetes Gebäude der christlichen Lehre und Praxis erreicht haben. Dasselbe Wort Gottes, das uns das notwendige Fundament liefert, zeigt uns auch, wie wir zur Vollkommenheit des vollendeten Bauwerks gelangen können. Deshalb möchte ich all jenen, die mir bei diesen Studien gefolgt sind, dieses letzte Wort der Ermahnung aus dem Leben des Paulus mit auf den Weg geben.

„Und nun, Brüder, übergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, das die Kraft hat, euch aufzuerbauen und ein Erbteil zu geben unter allen Geheiligten.“ (Apg 20,32)

GEBET

Himmlischer Vater, 

wie privilegiert fühle ich mich, zu dieser weltweiten, einzigartigen, riesigen Gruppe von Heiligen zu gehören. Danke, Jesus, dass ich durch Dein kostbares Blut nach Deiner Ehre leben darf und so unter Deiner Führung zur Verwirklichung Deiner Ziele und zum Aufbau Deines Reiches beitragen kann! 

Amen!