Die Szene des dritten und letzten Gerichts wird in Offenbarung 20, 11-15 beschrieben:
„Und ich sah einen großen weißen Thron und den, der darauf saß; vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde kein Platz für sie gefunden. Und ich sah die Toten, Kleine und Große, vor Gott stehen, und es wurden Bücher geöffnet, und ein anderes Buch wurde geöffnet, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet gemäß ihren Werken, entsprechend dem, was in den Büchern geschrieben stand. Und das Meer gab die Toten heraus, die in ihm waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten heraus, die in ihnen waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken. Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod. Und wenn jemand nicht im Buch des Lebens eingeschrieben gefunden wurde, so wurde er in den Feuersee geworfen.“ (Offb 20,11-15)
Hier ist das endgültige Ende aller Sünde und Rebellion gegen die Autorität und Heiligkeit des allmächtigen Gottes: für immer in den See des ewigen Feuers geworfen zu werden. Nur diejenigen, deren Namen im Buch des Lebens geschrieben stehen, werden diesem endgültigen Gericht entgehen. Die Namen, die in diesem Buch verzeichnet sind, gehören zu denen, die während ihres Lebens auf der Erde durch den Glauben von Gottes Barmherzigkeit und Gnade Gebrauch gemacht haben. Sie fallen in verschiedene Kategorien.
Alle, die auf das Sühneopfer Christi für die Menschheit vertraut haben, werden zu Beginn des Tausendjährigen Reiches bereits auferweckt worden sein. Sie werden ihr eigenes, angemessenes Gericht vor dem Richterstuhl Christi durchlaufen haben – nicht zur Verurteilung, sondern zur Feststellung ihres Lohns.
Es scheint sicher, dass die Mehrheit derer, die vor dem großen weißen Thron erscheinen, die Bedingungen für den Erhalt von Gottes Gnade nicht erfüllt haben und daher zum Feuersee verurteilt werden. Dennoch wird es, wie in Teil 6 „Die Auferstehung der Toten“ dargelegt, mit Sicherheit mindestens zwei Kategorien von Menschen vor dem großen weißen Thron geben, die der Verurteilung entgehen und in das ewige Leben eingehen werden.
Die erste Kategorie wird aus Menschen wie der Königin des Südens und den Männern von Ninive bestehen, die von der Barmherzigkeit Gebrauch gemacht haben, die Gott ihnen in einer kurzen, aber entscheidenden Offenbarung Seiner selbst angeboten hat. Die Schrift gibt nicht an, wie viele andere es im Laufe der Geschichte gegeben haben mag, denen eine ähnliche Gelegenheit geboten wurde. Die zweite Kategorie besteht aus all jenen, die während des Millenniums im Glauben gestorben sind.
Können wir davon ausgehen, dass es noch andere geben wird, denen Gott von Seinem großen weißen Thron aus Gnade erweisen wird? Die Antwort auf diese Frage liegt in der Allwissenheit Gottes verborgen. Für uns mit unserem begrenzten Wissen und unserer engen Perspektive ist es töricht, darüber zu spekulieren. Nehmen wir lieber die Haltung ein, die Abraham zum Ausdruck brachte.
„Sollte der Richter der ganzen Erde nicht gerecht richten?“ (1 Mose 18,25)
GEBET
Herr,
was für ein wunderbares, sicheres und geborgenes Gefühl, dass wir einem immerwährenden, immer gerechten Richter dienen, der auf der Grundlage dessen richten wird, was wir hier auf der Erde in der Kraft Jesu zu tun vermochten. Ich danke Dir, dass ich Dir jeden Tag dienen darf, aus der Kraft, die Du mir selbst dafür gibst!
Amen!