Nachdem Israel auf diese Weise durch das Feuer der großen Trübsal gegangen und durch Jesus Christus wieder mit Gott versöhnt worden ist, wird es für Gott nicht mehr nötig sein, es zu richten. Danach, wenn Christus Sein irdisches Reich aufrichtet und Seinen Sitz auf dem Thron Seiner Herrlichkeit einnimmt, braucht Er nur noch die heidnischen Nationen zu richten, die am Ende der großen Trübsal noch auf der Erde leben.
Jesus gibt ein anschauliches Bild vom Gericht über die heidnischen Völker (siehe Mt 25,31-46). Es gibt keinen Hinweis darauf, dass dies ein Gleichnis ist. Es ist eine direkte, prophetische Vorhersage, die die Analogie eines Hirten verwendet, der sich um seine Herde kümmert. Schauen wir uns die Anfangsszene an.
„Wenn aber der Sohn des Menschen in seiner Herrlichkeit kommen wird und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er auf dem Thron seiner Herrlichkeit sitzen, und vor ihm werden alle Heidenvölker versammelt werden. Und er wird sie voneinander scheiden, wie ein Hirte die Schafe von den Böcken scheidet, und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Böcke aber zu seiner Linken.“ (Mt 25,31-33)
Der Zweck des darauffolgenden Gerichts ist es, die Schafe (die von Gott angenommenen) von den Böcken (die von Gott verworfenen) zu trennen. Die Schafe werden in das Reich aufgenommen, das Gott für sie vorbereitet hat, d. h. das tausendjährige Reich Christi. Über die Böcke wird ein endgültiges, unwiderrufliches Urteil gesprochen, durch das sie in das ewige Feuer verbannt werden, das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist.
Diese verworfenen Heiden werden nicht in den Scheol oder den Hades geschickt, sondern direkt an den Ort der endgültigen Bestrafung aller Rebellen – in den Feuersee. In diesen See werden das Tier – der Antichrist – und sein falscher Prophet bereits geworfen worden sein.
Die Trennung zwischen Schafen und Böcken beruht auf einem entscheidenden Punkt: der Art und Weise, wie die zu Beurteilenden die Brüder Jesu, also das jüdische Volk, behandelt haben.
Viele Stellen in der Heiligen Schrift machen deutlich, dass es am Ende dieses Zeitalters eine weltweite Feindschaft gegen das jüdische Volk und den Staat Israel geben wird. Es wird nicht nur einen konzentrierten Angriff der heidnischen Nationen auf Israel geben, sondern Juden in anderen Ländern werden verschiedenen Formen der Verfolgung ausgesetzt sein. Inmitten all dessen wird es jedoch einige Nichtjuden geben, die sich – entweder als Einzelpersonen oder als Nationen – auf die Seite des jüdischen Volkes stellen. Sie werden alles in ihrer Macht Stehende tun, um die Juden zu schützen und ihr Leid zu lindern. Beim darauffolgenden Gericht werden sie sich als Schafe auszeichnen, die für würdig befunden werden, in das auf der Erde errichtete Reich Christi einzugehen.
GEBET
Allmächtiger himmlischer Herr,
wir danken Dir, dass Du über Dein Wort wachst, um es zu tun, und dass all diese hier beschriebenen Dinge buchstäblich vor unseren Augen geschehen. Danke für Deinen Schutz und Deine Führung in diesen Tagen und für Deine Gnade, unser Schild zu sein, Herr.
Amen!