Gestern haben wir uns eine Prophezeiung aus Jeremia und eine Vision aus Sacharja über Israel in der Endzeit angesehen. In Sacharja 14,2-4 geht die Vision weiter:
„Da werde ich alle Heidenvölker bei Jerusalem zum Krieg versammeln... Aber der HERR wird ausziehen und gegen jene Heidenvölker kämpfen, wie [damals] am Tag seines Kampfes, am Tag der Schlacht. Und seine Füße werden an jenem Tag auf dem Ölberg stehen.“
Auch hier sehen wir, dass das gegenwärtige Zeitalter mit einem konzentrierten Angriff der heidnischen Nationen auf Israel und Jerusalem enden wird, dass aber der Herr selbst eingreifen wird, um Israel zu retten. Dieses Eingreifen wird in Seiner persönlichen Rückkehr zum Ölberg gipfeln – dem Punkt, von dem aus Er zu Beginn unserer Dispension in den Himmel aufgefahren ist.
Als Ergebnis dieser letzten Periode nationaler Gefahr und Bedrängnis werden schließlich alle rebellischen Elemente aus Israel ausgemerzt werden, und diejenigen, die diese letzte Reinigung überleben, werden dann bereit sein, sich in Reue und Demut mit ihrem Gott zu versöhnen.
Diese endgültige Reinigung Israels wird in Hesekiel 20,37-38 beschrieben, wo der Herr zunächst ihre Wiederversammlung in ihrem eigenen Land voraussagt und dann beschreibt, wie Er dort mit ihnen verfahren wird.
„Ich will euch unter dem Stab hindurchgehen lassen und euch in die Bundesverpflichtungen einführen. Und ich will die Widerspenstigen und die von mir Abgefallenen von euch absondern.“
Der hier verwendete Ausdruck „unter dem Stab hindurchgehen lassen“ bezieht sich auf das Verfahren, mit dem ein Hirte jedes seiner Schafe prüfte, bevor er sie in die Herde aufnahm. Als Ergebnis dieses Prozesses werden alle Rebellen aus Israel ausgemerzt, und diejenigen, die übrig bleiben, werden in eine neue Bündnisbeziehung mit dem Herrn gebracht – durch den neuen Bund in Jesus Christus.
Das Eingreifen des Herrn gegen die verfolgenden heidnischen Nationen und Seine endgültige Versöhnung mit Israel werden in Sacharja weiter beschrieben.
„Und es wird geschehen an jenem Tag, dass ich danach trachten werde, alle Heidenvölker zu vertilgen, die gegen Jerusalem anrücken. Aber über das Haus David und über die Einwohner von Jerusalem will ich den Geist der Gnade und des Gebets ausgießen, und sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben, ja, sie werden um ihn klagen, wie man klagt um den eingeborenen [Sohn], und sie werden bitterlich über ihn Leid tragen, wie man bitterlich Leid trägt über den Erstgeborenen.“ (Sach 12,9-10)
Es ist der Herr selbst, der hier in der ersten Person über Israel spricht, und Er sagt: „sie werden auf mich sehen, den sie durchstochen haben ...“ Dies ist eine der klarsten Vorhersagen in der ganzen Heiligen Schrift über die Verwerfung und Kreuzigung Christi. An diesem Punkt wird Israel jedoch endlich seinen schrecklichen Irrtum anerkennen, und in großer Trauer und Reue sich mit seinem Messias versöhnen, den es so lange abgelehnt hat.
Im Neuen Testament beschreibt Paulus diese endgültige Versöhnung Israels mit Gott.
„Und so wird ganz Israel gerettet werden, wie geschrieben steht: »Aus Zion wird der Erlöser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden.“ (Röm 11,26)
GEBET
Vater,
wir danken Dir für die enorme Präzision und Genauigkeit Deines Wortes! Danke für den wunderbaren prophetischen Inhalt Deines Wortes, so dass wir ihn erkennen können, wenn wir die beschriebenen Ereignisse buchstäblich geschehen sehen.
Amen!