Was ist das für ein Feuer, in dem die Werke der Christen geprüft werden? Denken wir daran, dass der verherrlichte Christus auf Seinem Richterstuhl sitzen wird und dass jeder von uns direkt vor Ihm stehen wird. Wir werden Ihn dann sehen, wie Johannes Ihn in seiner Vision auf der Insel Patmos gesehen hat.
„Sein Haupt aber und seine Haare waren weiß, wie weiße Wolle, wie Schnee; und seine Augen waren wie eine Feuerflamme, und seine Füße wie schimmerndes Erz, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie das Rauschen vieler Wasser.“ (Offb 1,14-15)
In dieser Vision versinnbildlichen Christi Füße „wie feines Messing (oder Erz)“ in einem brennenden Ofen die Feuer der Trübsal, in denen Er die sündigen Taten der Gottlosen richten wird, während Seine Augen „wie eine Feuerflamme“ die durchdringende und verzehrende Einsicht versinnbildlichen, mit der Er die Werke Seines eigenen gläubigen Volkes beurteilen wird. In den feurigen Strahlen dieser Augen wird, wenn jeder vor Seinem Richterstuhl steht, alles, was an den Werken Seines Volkes niederträchtig, unaufrichtig und wertlos ist, augenblicklich und auf ewig verzehrt werden. Nur das, was von wahrem und bleibendem Wert ist, wird überleben, gereinigt und geläutert durch das Feuer.
Wenn wir diese Szene des Gerichts betrachten, muss sich jeder von uns fragen: Wie kann ich Christus in diesem Leben dienen, damit meine Werke an jenem Tag der Feuerprobe standhalten?
Es gibt drei Punkte, in denen sich jeder von uns prüfen sollte: Motiv, Gehorsam, Kraft.
- Wir sollten unsere Beweggründe prüfen. Ist das Ziel unseres Dienstes, uns selbst zu gefallen, zu unserer eigenen Befriedigung und Ehre, oder sind wir aufrichtig bestrebt, Christus zu verherrlichen und Seinen Willen zu tun?
- Wir sollten uns selbst in Bezug auf den Gehorsam prüfen. Versuchen wir, Christus nach den Grundsätzen und Methoden zu dienen, die im Wort Gottes offenbart sind? Oder entwerfen wir unsere eigenen Formen der Anbetung und des Dienstes und hängen ihnen dann den Namen Christi und die Titel und Phrasen der neutestamentlichen Religion an?
- Wir sollten uns in Bezug auf unsere Kraft prüfen. Paulus erinnert uns daran: „Denn das Reich Gottes [besteht] nicht in Worten, sondern in Kraft!“ (1 Kor 4,20). Versuchen wir, Gott in der Unzulänglichkeit unserer eigenen fleischlichen Kraft zu dienen? Oder sind wir durch den Heiligen Geist erneuert und bevollmächtigt worden? Wenn ja, dann können wir wie Paulus sagen: „Dafür arbeite und ringe ich auch gemäß seiner wirksamen Kraft, die in mir wirkt mit Macht“ (Kol 1,29).
Von den Antworten auf diese Fragen nach dem Motiv, dem Gehorsam und der Kraft wird unser Urteil an dem Tag abhängen, an dem jeder von uns vor dem Richterstuhl Christi stehen wird.
GEBET
Herr Jesus,
bewahre mich vor Irrtum und Übertretung, damit ich ganz zu Deiner Ehre lebe und ein lebendiges Zeugnis für Dein innovatives Wirken im Leben der Menschen bin. Gib mir Deine übernatürliche Kraft, damit ich in Deinem Reich voll und ganz bestehen kann.
Amen!