8. Dezember: Die Feuerprobe



Dieses Urteil über die Gläubigen zur Belohnung wird von Paulus beschrieben:

„Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus. Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, Holz, Heu, Stroh baut, so wird das Werk eines jeden offenbar werden; der Tag wird es zeigen, weil es durchs Feuer geoffenbart wird. Und welcher Art das Werk eines jeden ist, wird das Feuer erproben. Wenn jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleibt, so wird er Lohn empfangen; wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden erleiden; er selbst aber wird gerettet werden, doch so wie durchs Feuer hindurch.“ (1 Kor 3,11-15)

Paulus macht deutlich, dass es sich nicht um ein Urteil über die Seele eines jeden Menschen handelt, sondern über sein Werk. Selbst wenn die Werke eines Menschen völlig verbrannt werden, wird seine Seele gerettet. Im ersten Vers dieses Abschnitts erklärt Paulus, warum die Seele eines solchen Menschen sicher ist.

„Denn einen anderen Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“ (V. 11)

Dieses Urteil betrifft nur diejenigen, die ihren Glauben nicht auf ihre eigenen Werke oder ihre eigene Gerechtigkeit gebaut haben, sondern auf das Fundament von Jesus Christus und Seiner Gerechtigkeit. Solange ihr Glaube unerschütterlich auf diesem Fundament steht, sind ihre Seelen ewiglich sicher.

Was die Beurteilung der Werke der Gläubigen betrifft, so werden diese von Paulus in zwei Kategorien eingeteilt. Auf der einen Seite gibt es „Gold, Silber, Edelsteine“. Auf der anderen Seite gibt es „Holz, Heu, Stroh“.

Die Grundlage, auf der diese beiden Kategorien voneinander getrennt werden, ist die Fähigkeit, die Feuerprobe zu bestehen. Die Gegenstände der ersten Kategorie – Gold, Silber, Edelsteine – können durch das Feuer gehen, ohne verbrannt zu werden. Die Gegenstände der zweiten Kategorie – Holz, Heu, Stroh – werden im Feuer verbrannt.

Ein Gedanke ergibt sich unmittelbar aus der Gegenüberstellung dieser beiden Kategorien: Die Qualität ist für Gott von unendlich größerer Bedeutung als die Quantität. Gold, Silber und Edelsteine sind alles Dinge, die normalerweise in kleinen Mengen vorkommen, aber dennoch von großem Wert sind. Holz, Heu und Stroh sind Dinge, die viel Platz einnehmen und in großen Mengen erhältlich sind, aber relativ wenig Wert haben.

GEBET

Vater, 

danke, dass Du mir jeden Tag hilfst, mein Haus mit Gold, Silber und Edelsteinen zu bauen – also mit Dingen von ewigem Wert – und nicht mit den flüchtigen, vergänglichen Dingen dieser Welt. Ich will Dich mit allem, was ich tue, ehren, Herr! Du bist es mir alles wert!! 

Amen!