16. Juni: Das Zeugnis des Himmels, dass das Blut Christi angenommen wurde



Gestern haben wir damit abgeschlossen, dass Jesus Sein Blut am Kreuz vergossen hat, um den Segen zu erwerben, der Abraham verheißen wurde. Die endgültige Vollendung des Sühnewerks Christi fand jedoch nicht auf der Erde statt, sondern im Himmel.

„Als aber der Christus kam als ein Hohepriester der zukünftigen [Heils-] Güter, ist er durch das größere und vollkommenere Zelt, das nicht mit Händen gemacht, das heißt nicht von dieser Schöpfung ist, auch nicht mit dem Blut von Böcken und Kälbern, sondern mit seinem eigenen Blut ein für alle Mal in das Heiligtum eingegangen und hat eine ewige Erlösung erlangt.“ (Hebr 9,11-12)

„Und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.“ (Hebr 12,24)

Diese Abschnitte im Hebräerbrief offenbaren, dass das Sühnewerk Christi nicht durch das Vergießen Seines Blutes am Kreuz auf Erden endgültig vollendet wurde, sondern durch Sein späteres Eintreten mit Seinem Blut in die Gegenwart des Vaters. Dort präsentierte Er dieses Blut als die eine endgültige und ausreichende Genugtuung und Sühne für alle Sünden. Es ist dieses Blut Christi, das jetzt im Himmel vergossen ist, das besser ist als das von Abel.

Das Blut Christi wird in zwei Hauptaspekten mit dem Blut Abels verglichen. Erstens wurde das Blut Abels auf der Erde vergossen, während das Blut Christi im Himmel dargebracht und ausgegossen wurde. Zweitens rief Abels Blut zu Gott um Rache an seinem Mörder, während Christi Blut zu Gott im Himmel um Gnade und Vergebung ruft.

Diese Offenbarung, die im Hebräerbrief gegeben wird, dass Christus das Sühnopfer vollendet, indem Er Sein eigenes Blut vor dem Vater im Himmel darbringt, ermöglicht es uns, zu verstehen, warum die Gabe des Heiligen Geistes nicht gegeben werden konnte, bevor Christus verherrlicht worden war. Der Heilige Geist wird nicht auf der Grundlage der eigenen Verdienste des Gläubigen gegeben, sondern auf der Grundlage des Sühnopfers von Christus.

Dieses Sühnopfer wurde nicht vollendet, bis nicht das Blut Christi im Himmel dargebracht worden war und Gott der Vater Seine absolute Zufriedenheit mit diesem Sühnopfer erklärt hatte. Danach war die Gabe des Heiligen Geistes an diejenigen, die an Christus glaubten, das öffentliche Zeugnis des höchsten Gerichts des Himmels, dass das Blut Christi für immer als vollkommen ausreichende Versöhnung für alle Sünden akzeptiert wurde.

GEBET

Herr Jesus, 

wie kostbar und besonders ist es, dass Dein eigenes Blut in die Gegenwart des Vaters gebracht wurde, um meine Sünde zu sühnen und auch um meine Krankheiten, Schmerzen und Unzulänglichkeiten zu heilen. Danke, Herr Jesus, Du bist mein Retter! 

Amen.