12. Juni: Die Verheißung erfüllt, nachdem Jesus verherrlicht wurde



Der direkte Zusammenhang zwischen der Himmelfahrt Jesu und der Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten wird in Johannes 7,37-39 deutlich gemacht.

„Aber am letzten, dem großen Tag des Festes stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben; denn der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war.“

Die ersten beiden Verse in diesem Abschnitt enthalten die Verheißung Jesu selbst, dass jede durstige Seele, die im Glauben zu Ihm kommt, gefüllt wird und zu einem Durchflusskanal für Ströme von lebendigem Wasser wird. Der letzte Vers des Abschnitts ist eine Erklärung der beiden vorherigen Verse, die der Schreiber des Evangeliums hinzugefügt hat.

In dieser Erklärung weist der Schreiber auf zwei Dinge hin: 1) die Verheißung der Ströme lebendigen Wassers bezieht sich auf die Gabe des Heiligen Geistes, 2) diese Gabe konnte nicht gegeben werden, während Jesus noch leibhaftig auf der Erde war. Sie konnte den Gläubigen erst zur Verfügung gestellt werden, nachdem Jesus wieder in den Himmel aufgenommen worden und in Seine Herrlichkeit zur Rechten des Vaters eingegangen war.

Was genau ist mit der Aussage gemeint, dass der Heilige Geist nicht zu dieser Zeit gegeben werden konnte? Offensichtlich bedeutet das nicht, dass der Heilige Geist bis nach der Himmelfahrt Christi in keiner Weise anwesend sein oder sich auf der Erde bewegen und wirken konnte. Im Gegenteil, schon im zweiten Vers der Bibel lesen wir vom Heiligen Geist, der in der Welt wirkt.

„Und der Geist Gottes schwebte über den Wassern.“ (1 Mose 1,2)

Von dieser Zeit an, durch das ganze Alte Testament hindurch und bis in die Tage des Wirkens Christi auf der Erde hinein, lesen wir immer wieder vom Wirken des Heiligen Geistes in der Welt im Allgemeinen und im Besonderen unter dem gläubigen Volk Gottes. Was war nun der Unterschied zwischen der Art und Weise, wie der Heilige Geist bis zur Zeit der Himmelfahrt Christi wirkte, und der Gabe des Heiligen Geistes, die nach der Himmelfahrt Christi den christlichen Gläubigen vorbehalten war und von den Jüngern in Jerusalem am Pfingsttag zum ersten Mal empfangen wurde?

Drei Begriffe fassen die charakteristischen Merkmale dieser Gabe des Heiligen Geistes zusammen und unterscheiden sie von allen früheren Wirkungen des Heiligen Geistes in der Welt. Diese drei Worte sind: persönlich, innewohnend und dauerhaft. Morgen werden wir kurz nacheinander die Bedeutung jedes dieser drei Merkmale betrachten.

GEBET

O lieber Herr Jesus, 

wir danken Dir, dass Du die wunderbare Bedeutung Deiner Himmelfahrt immer tiefer offenbarst, was es uns ermöglichte, als Kinder Gottes auf der Erde das kostbare Geschenk der Taufe mit Deinem eigenen Heiligen Geist zu erhalten. Ich danke Dir für dieses Wunder!

Amen!