Keine menschliche Sprache kann eine gewaltige, übernatürliche Erfahrung wie diese vollständig beschreiben, aber vielleicht ist es hilfreich, ein Gleichnis aus dem Alten Testament zu verwenden.
In den Tagen Noahs wurde die ganze Welt von der Flut überschwemmt. Um diese Flut herbeizuführen, benutzte Gott zwei unterschiedliche, aber sich ergänzende Vorgehensweisen.
„Im sechshundertsten Lebensjahr Noahs, am siebzehnten Tag des zweiten Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der großen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels öffneten sich.“ (1 Mose 7,11)
Dieser Bericht offenbart, dass die Wasser der Flut aus zwei Quellen kamen: von innen („die Quellen der großen Tiefe wurden aufgerissen“) und von oben („die Fenster des Himmels öffneten sich“), und der Regen wurde ausgegossen.
Wir müssen natürlich beachten, dass die Flut zu Noahs Zeiten eine Flut des göttlichen Zorns und Gerichts war; die Flut, die den neutestamentlichen Gläubigen überflutet, ist eine der göttlichen Barmherzigkeit und Herrlichkeit und des Segens. Aber mit dieser Einschränkung zeigt der neutestamentliche Gläubige, der die Fülle des Heiligen Geistes empfängt, dieselben beiden Aspekte wie in der Geschichte von Noahs Flut: Von innen her werden die Quellen der großen Tiefe in der eigenen Persönlichkeit des Gläubigen aufgerissen, und es ergießt sich eine mächtige Flut von Segen und Kraft aus seinem Innersten; von oben her werden die Fenster der Barmherzigkeit Gottes für den Gläubigen geöffnet, und es ergießt sich eine solche Flut von Herrlichkeit und Segen über ihn, dass seine ganze Persönlichkeit in ihre Ausgießungen eingetaucht wird.
Es muss betont werden, dass wir nicht von zwei getrennten Erfahrungen sprechen, sondern vielmehr von zwei unterschiedlichen, aber sich ergänzenden Aspekten, die zusammen die Fülle einer einzigen Erfahrung ausmachen.
Jemand mag einwenden, dass es schwer zu verstehen ist, wie der Gläubige gleichzeitig von innen her mit dem Heiligen Geist erfüllt und von außen her in den Heiligen Geist eingetaucht werden kann. Ein solcher Einwand dient jedoch in Wirklichkeit nur dazu, die Grenzen der menschlichen Sprache und des menschlichen Verständnisses zu verdeutlichen. Eine ähnliche Art von Einwand könnte gegen solche Aussagen vorgebracht werden, wie die von Christus selbst, dass Er im Vater ist und der Vater in Ihm; oder wiederum, dass Christus im Gläubigen ist und der Gläubige in Christus.
Wenn Menschen darauf beharren, eine übernatürliche Erfahrung dieser Art auf der Grundlage menschlicher Begrenzungen des Ausdrucks oder des Verständnisses abzulehnen, ist die beste und kürzeste Antwort in den Worten des schottischen Predigers zu finden, der sagte: „Besser erlebt als erzählt!“
GEBET
Danke, Herr,
dass Du auch mir diese persönliche, besondere Erfahrung schenken willst, wie sich die Fenster des Himmels öffnen, weil Dein Heiliger Geist mich durchströmt und mir Deine Kraft gibt. Ich gebe mich Dir ganz hin, um durch die Veränderung in meinem Leben ein Zeuge für Dich zu sein!
Amen.