Was ist die Beziehung zwischen dieser zentralen Wahrheit von Christi Sühne und der Handlung der christlichen Taufe? Die Antwort auf diese Frage ist einfach und praktisch. Im natürlichen Bereich folgt auf jeden Tod ein Begräbnis. Die gleiche Reihenfolge gilt auch im geistlichen Bereich: erst der Tod, dann das Begräbnis. Durch den Glauben an das Sühnopfer Christi halten wir uns nach Gottes Wort für tot mit Ihm; wir halten unseren alten Menschen, den Leib der Sünde, für tot. Danach ist die nächste Handlung, die von Gottes Wort bestimmt wird, das Begräbnis dieses alten Menschen, dieses toten Leibes der Sünde.
Die Verordnung, durch die wir diese Beerdigung vollziehen, ist die Verordnung der christlichen Taufe. In jedem Ablauf der christlichen Taufe gibt es zwei aufeinander folgende Stufen: 1) ein Begräbnis, 2) eine Auferweckung. Diese zwei Stufen der Taufe entsprechen den zwei Stufen der inneren Verwandlung im Gläubigen, der das Sühnopfer Christi für sich annimmt: 1) der Tod für die Sünde, 2) das neue Leben für die Gerechtigkeit und für Gott.
Die christliche Wassertaufe ist erstens ein Begräbnis in einem klassischen Wassergrab und zweitens eine Auferweckung aus diesem Grab in ein neues Leben, das zu Gott und zur Gerechtigkeit geführt wird. Das Begräbnis ist der äußere Ausdruck des Todes für die Sünde, des Todes des alten Menschen; die Auferweckung ist der äußere Ausdruck des neuen Lebens für die Gerechtigkeit und für Gott. Das Neue Testament erklärt dies als den Zweck der christlichen Taufe.
„Oder wisst ihr nicht, dass wir alle, die wir in Christus Jesus hinein getauft sind, in seinen Tod getauft sind? Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters aus den Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.“ (Röm 6,3-4)
„Da ihr mit ihm begraben seid in der Taufe. In ihm seid ihr auch mitauferweckt worden durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.“ (Kol 2,12)
In diesen beiden Abschnitten werden die zwei aufeinanderfolgenden Stufen der Taufe klar dargelegt: 1) Wir werden mit Christus begraben durch die Taufe (wörtlich: Eintauchen) in Seinen Tod. 2) Wir werden mit Ihm neu auferweckt, durch den Glauben an das Wirken von Gottes Kraft, um mit Ihm in einem neuen Leben zu wandeln.
Abgesehen von dieser grundlegenden Wahrheit des Begräbnisses und der Auferweckung gibt es drei weitere wichtige Fakten über die Taufe, die in diesen Versen enthalten sind. Erstens: Durch die wahre christliche Taufe werden wir in Christus selbst hinein getauft – nicht in eine bestimmte Kirche oder Sekte oder Konfession hinein. Wie Paulus sagt:
„Denn ihr alle, die ihr in Christus hinein getauft seid, ihr habt Christus angezogen.“ (Gal 3,27)
Hier gibt es keinen Platz für etwas anderes als Christus: Christus in Seinem Sühnetod und Christus in Seiner siegreichen Auferstehung.
GEBET
Lieber Jesus,
ich liebe Dich, weil Du mich zuerst geliebt hast. Mein altes Ich ist in Dir gestorben und ich kann ganz für Dich und Deine Gerechtigkeit leben. Danke, Herr Jesus, für Dein volles Leben, das in mir ist und durch mich zu dieser Welt fließt, die Dich so sehr braucht. Halleluja! Danke, dass Du in mir lebst!
Amen!