Gestern haben wir mit den Worten des Paulus aus Römer 6,2 abgeschlossen: „Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Sünde gestorben sind, noch in ihr leben?“
Was genau sollen wir unter der Formulierung „der Sünde gestorben“ verstehen? Um uns ein Bild davon zu machen, stellen wir uns einen Mann vor, der ein hervorragender Sünder gewesen ist. Nehmen wir an, er war brutal zu seiner Frau und seinen Kindern; er hat jede Erwähnung von Gott oder der Religion in seinem Haus verboten; er hat eine vulgäre Sprache benutzt; und er war ein Sklave des Alkohols und des Tabaks.
Nehmen wir nun an, dass dieser Mann plötzlich an einem Herzinfarkt stirbt, während er in seinem Sessel zu Hause sitzt. Auf dem Tisch neben ihm liegt eine angezündete Zigarette und ein Glas Whisky. Weder Zigarette noch Whiskey rufen bei dem Mann eine Reaktion hervor; es gibt keine innere Regung des Verlangens, keine äußere Bewegung seines Arms in Richtung der beiden. Und warum nicht? Der Mann ist tot – tot für Alkohol und Tabak gleichermaßen.
Etwas später kommen seine Frau und seine Kinder vom Sonntagabendgottesdienst in der örtlichen Gospel Gemeinde zurück und singen die neuen Gospelchöre, die sie gerade gelernt haben. Es gibt keine Reaktion des Mannes – keine Wut, keine lästerlichen Worte. Warum eigentlich nicht? Der Mann ist tot – tot für Zorn und Lästerung gleichermaßen. In einem kurzen Satz: Dieser Mann ist „tot für die Sünde“. Die Sünde hat keine Anziehungskraft mehr auf ihn; die Sünde ruft keine Reaktion mehr in ihm hervor; die Sünde hat keine Macht mehr über ihn.
Das ist das Bild, das das Neue Testament von dem Menschen malt, der durch den Glauben Gottes Gnade in Anspruch genommen hat. Durch das Wirken dieser Gnade ist der Mensch für die Sünde tot geworden. Die Sünde hat keine Anziehungskraft mehr für ihn; die Sünde ruft keine Reaktion mehr in ihm hervor; die Sünde hat keine Macht mehr über ihn. Stattdessen ist er lebendig für Gott und Seine Gerechtigkeit.
GEBET
Vater,
danke für Deinen Plan, der mich von jedem Verlangen nach Sünde und falschen Entscheidungen befreit hat, und von allem in meinem Leben, das Dich nicht ehrt. Es ist wunderbar, Vater, zu wissen, dass ich von Rechts wegen frei von aller Sünde bin. Ich danke Dir!
Amen!