2. Mai: Ein gutes Gewissen und ein Jünger werden



Eine dritte Bedingung für die christliche Taufe wird in dem Abschnitt deutlich gemacht, in dem Petrus die Verordnung der christlichen Wassertaufe mit der Erfahrung von Noah und seiner Familie vergleicht, die vor dem Zorn und dem Gericht Gottes gerettet wurden, als sie aus Glauben heraus in die Arche gingen. Dann, als sie in der Arche waren, kamen sie sicher durch die Fluten der Sintflut. In direktem Bezug zu diesem Bericht sagt Petrus:

„Welches jetzt auch uns in einem bildlichen Sinn rettet in der Taufe, die nicht ein Abtun der Unreinheit des Fleisches ist, sondern das Zeugnis eines guten Gewissens vor Gott durch die Auferstehung Jesu Christi.“ (1 Petr 3,21)

Hier weist Petrus zunächst die grobe Andeutung zurück, dass der Zweck der christlichen Taufe irgendeine Art von Reinigung oder Baden des physischen Körpers ist. Vielmehr sagt er, dass die wesentliche Bedingung der christlichen Taufe in der inneren Antwort des Herzens des Gläubigen liegt – „die Antwort eines guten Gewissens gegenüber Gott.“ Diese innere Antwort eines guten Gewissens gegenüber Gott, so deutet Petrus an, wird durch den Glauben an die Auferstehung Jesu Christi möglich gemacht.

Die ersten drei Bedingungen für die Taufe – Buße, Glaube und ein gutes Gewissen – werden durch eine vierte Bedingung ergänzt: ein Jünger zu werden. Christus hat Seine Nachfolger beauftragt, die Botschaft des Evangeliums zu allen Völkern zu tragen.

„So geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker, und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit! Amen.“ (Mt 28,19-20)

Hier besteht das Jüngermachen, das der Taufe vorausgeht, darin, diejenigen, die das Evangelium hören, durch die ersten drei Stufen der Buße, des Glaubens und eines guten Gewissens zu bringen. Das macht neue Gläubige für die Taufe geeignet, durch die sie sich öffentlich zu einem Leben in der Nachfolge bekennen.

Nach diesem öffentlichen Akt der Verpflichtung müssen die Getauften eine gründlichere und umfassendere Lehre erhalten, damit sie zu wahren Jüngern werden – zu starken, intelligenten, verantwortungsbewussten Christen.

Wir können nun die biblischen Voraussetzungen für die Taufe zusammenfassen. Die Person muss zuerst genug vom Evangelium gehört haben, um die Natur der Tat zu verstehen. Er muss seine Sünden bereut haben; er muss seinen Glauben bekennen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist; er muss in der Lage sein, Gott mit einem guten Gewissen zu antworten, dass er alle Anforderungen Gottes für die Errettung erfüllt hat. Schließlich muss er sich zu einem Leben in der Nachfolge verpflichten.

Daraus schließen wir, dass eine Person, um nach dem neutestamentlichen Standard für die christliche Taufe geeignet zu sein, in der Lage sein muss, diese vier Bedingungen zu erfüllen; im Umkehrschluss ist eine Person, die nicht in der Lage ist, diese Bedingungen zu erfüllen, nicht für die Taufe geeignet.

GEBET

Herr Jesus, 

heute möchte ich Dir wieder danken für Deine vollständige, totale Versorgung und für ein Leben, das Gott durch Buße und Glauben gewidmet ist! Danke, Herr, für diese wunderbare Gnade! 

Amen.