In dieser Woche werden wir fortfahren zu belegen, dass sich die göttliche Verheißung der Auferstehung wie ein roter Faden durch die gesamte Bibel zieht, sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. In 1. Korinther 15,4 macht Paulus die folgende Aussage über das Begräbnis und die Auferstehung von Christus.
„Und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag, nach den Schriften.“
Bedenken Sie, dass in der Zeit, in der Paulus diese Worte schrieb, die einzigen vollständigen, anerkannten Schriften die des Alten Testaments waren. Wenn Paulus hier also sagt, dass Christus am dritten Tag auferstanden ist „nach den Schriften“, dann meint er damit, dass die Auferstehung Christi eine Erfüllung der alttestamentlichen Schriften war.
Darüber hinaus verweist Paulus auf die alttestamentlichen Schriften als erste und grundlegende Autorität für die Lehre von der Auferstehung. In den kommenden Tagen werden wir einige der wichtigsten Stellen im Alten Testament betrachten, die die Auferstehung voraussagen.
Letzte Woche haben wir bereits gezeigt, dass es in Psalm 16,8-11 eine klare Verheißung des Begräbnisses und der Auferstehung von Christus gibt. Wir haben darauf hingewiesen, dass diese Verse, obwohl sie von David in der ersten Person formuliert wurden, sich nicht auf David selbst beziehen, sondern auf Davids verheißenen Samen, den Messias, Jesus Christus. Sie werden auch im Neuen Testament sowohl von Petrus als auch von Paulus auf Christus angewandt. In Psalm 71,20-21 wird an einer ähnlichen Stelle die Auferstehung Christi vorausgesagt. David spricht hier direkt zu Gott, und er sagt:
„Der du uns viel Not und Unglück hast sehen lassen, du machst uns wieder lebendig und holst uns wieder herauf aus den Tiefen der Erde. Du machst mich umso größer und tröstest mich wiederum.“
Dieser Abschnitt ist ein weiteres Beispiel für eine messianische Prophezeiung. Das heißt, die Worte werden von David in der ersten Person gesprochen, beziehen sich aber nicht in erster Linie auf David, sondern auf den verheißenen Nachkommen Davids, den Messias, Jesus. So verstanden, werden in diesem Abschnitt prophetisch fünf aufeinanderfolgende Etappen beschrieben, die Christus durchlaufen sollte, um die Sünde des Menschen zu sühnen. Diese lassen sich wie folgt zusammenfassen.
- Große und schwere Mühen – die Ablehnung, das Leiden und die Kreuzigung von Christus.
- Christus sollte in die Tiefen der Erde hinabsteigen – in den Scheol oder Hades, den Ort der verstorbenen Seelen.
- Christus sollte auferweckt – wieder lebendig gemacht werden.
- Christus sollte aus dem Scheol wieder auferweckt werden – das heißt, die Auferstehung Christi.
- Nach der Auferstehung Christi sollte Er an Größe zunehmen und getröstet werden, d. h. Er sollte wieder an Seinen Platz der Gemeinschaft und der höchsten Autorität zur Rechten Gottes, Seines Vaters, zurückkehren.
Zeit und Raum reichen nicht aus, um die vielen Stellen im Neuen Testament zu zitieren, die bestätigen, dass sich diese Prophezeiung in der Lebensgeschichte Christi vollständig erfüllt hat.
GEBET
Lieber Herr Jesus,
wir danken Dir für das große Wunder, dass Du, der Du der Gott des Himmels und der Erde bist, in das Reich der Toten hinabgestiegen bist und so dem Tod die Macht genommen hast. Deshalb braucht niemand, der Dir sein Leben anvertraut, mehr Angst vor dem Tod zu haben. Halleluja!
Amen.