Das Thema dieser Lehre lautet âUnsichtbare Hindernisse fĂŒr eine Heilungâ.
Wir beginnen mit Johannes 16,13-15:
âWenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist...â
Das ist einer der Titel des Heiligen Geistes. Beachtet auch, dass er ein âErâ ist. BrĂŒder und Schwestern, der Heilige Geist ist kein âesâ, sondern ein âerâ. Er ist eine Person und er möchte auch wie eine Person behandelt werden:
âWenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus sich selbst reden, sondern was er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er euch verkĂŒndigen.â
Dann sagt Jesus:
âEr wird mich [Jesus] verherrlichen, denn von dem Meinen wird er nehmen und euch verkĂŒndigen [oder âoffenbarenâ].â
Dann sagt er:
âAlles, was der Vater hat, ist mein; darum sagte ich, dass er [der Heilige Geist] von dem Meinen nimmt und euch [offenbaren] wird.â
Der Sohn ist also mit allem ausgestattet, was der Vater hat. Und der gesamte Reichtum des Vaters und des Sohnes steht dem Heiligen Geist zur VerfĂŒgung. Er ist der Verwalter. Er ist der Verwalter des Lagerhauses. Wir mĂŒssen uns mit ihm anfreunden, denn das lohnt sich fĂŒr uns.
Ich möchte gleich zu Anfang etwas sagen: Mir ist bewusst, dass es angesichts des derzeitigen Zustands der Gemeinde, so entkrĂ€ftet wie sie ist, mit so vielen geistlichen Problemen und mit so viel Unglauben, groĂartige und wunderbare Söhne und Töchter Gottes geben wird, die nicht geheilt werden. Wir wollen ehrlich sein und dieser Tatsache ins Auge sehen. Ich habe im Lauf der Jahre erlebt, wie Tausende Menschen geheilt wurden, aber ich habe auch miterlebt, dass einige der wertvollsten Kinder Gottes keine Heilung empfingen. Ich möchte euch sagen, dass ich das nicht erklĂ€ren kann. Versteht ihr? Es gibt Dinge, die ich nicht erklĂ€ren kann. Aber als ich darĂŒber nachgedacht habe und Gott diesbezĂŒglich gesucht habe, gab Gott mir eine Schriftstelle, die ich euch gerne vorlesen möchte. Es ist 5. Mose 29,28:
âDie geheimen Dinge gehören dem Herrn, unserem Gott, aber jene Dinge, die offenbart sind, gehören uns und unseren Kindern fĂŒr ewig, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.â (wörtl. a. d. Engl.)
Es gibt demnach zwei verschiedene Dinge: Es gibt die geheimen Dinge, die unserem Gott gehören, und es gibt die Dinge, die offenbart sind, die uns gehören, auf dass wir sie tun, auf dass wir dementsprechend handeln.
Gott hat mich berufen, ein Diener seines Wortes sein. Ich versuche nicht, seine Geheimnisse auszuspionieren. Die Dinge, die Gott geheim hÀlt, versuche ich gar nicht, herauszubekommen. Aber was die Dinge anbelangt, die offenbart sind, ist es meine Verantwortung, dem Volk Gottes zu dienen und diesen Dingen entsprechend zu handeln. Das werde ich mit der Hilfe des Herrn jetzt tun.
Im Laufe all der Jahre, in denen ich nun schon den Kranken diene, habe ich festgestellt â und Ruth und ich sind uns dessen vor allem in den vergangenen paar Jahren sehr bewusst geworden â, dass, wenn es irgendwelche Barrieren oder Hindernisse gibt, diese nicht auf Gott zurĂŒckzufĂŒhren sind. Als Jesus starb, zerriss der Vorhang des Tempels von oben nach unten in zwei Teile und jede Barriere, jedes Hindernis auf Seiten Gottes wurde aus dem Weg gerĂ€umt. Aber wir haben die Erfahrung gemacht, dass es sehr hĂ€ufig Barrieren gibt â Barrieren und Hindernisse fĂŒr eine Heilung â, die nach wie vor im Herzen und im Leben von Christen vorhanden sind. Und um effektiv fĂŒr Heilung beten zu können, mĂŒssen wir uns mit diesen Barrieren und Hindernissen beschĂ€ftigen.
Ich werde also in dieser Lehre systematisch die hĂ€ufigsten Hindernisse und Barrieren durchgehen, die die Leute davon abhalten, Heilung zu empfangen. Ich habe festgestellt, dass einem eine solche Lehre eine Menge Zeit erspart, wenn es dann an das Gebet fĂŒr Einzelpersonen geht, denn dann haben wir gewissermaĂen vorher schon den Grund gelegt. Wir mĂŒssen dann auch nicht bei jeder einzelnen Person extra ĂŒberprĂŒfen, ob diese auch die entsprechenden Bedingungen erfĂŒllt hat, weil wir das eben im Rahmen einer solchen Lehre kollektiv mit euch allen tun werden. Und soweit wir dazu in der Lage sind, werden wir im Rahmen dieser Lehre all diese Barrieren und Hindernisse aus dem Weg rĂ€umen, bevor wir dann mit dem eigentlichen Gebet beginnen.
Dinge, die offenbart sind
Ich möchte euch jetzt meine Liste mit den hĂ€ufigsten Hindernissen fĂŒr den Empfang einer Heilung prĂ€sentieren. Diese Liste besteht aus sieben Punkten, aber es könnten auch durchaus mehr sein.
1. Der erste Punkt ist Unwissenheit, Unwissenheit und Ahnungslosigkeit, was das Wort Gottes und den Willen Gottes anbelangt. Ich muss leider sagen, dass dies eine ausgesprochen weit verbreitete Barriere ist, die wir heutzutage im Leib Christi vorfinden. Es gibt unzÀhlige Christen, die keine Ahnung von den klaren, einfachen Wahrheiten und Lehren des Wortes Gottes haben.
Gott sagt in Jesaja 5,13:
âDarum wird mein Volk gefangen wegziehen aus Mangel an Erkenntnis.â
Keine Erkenntnis ĂŒber das Wort Gottes, keine Erkenntnis darĂŒber, was der Tod Jesu am Kreuz errungen hat â Unwissenheit und Ignoranz.
In Hosea 4,6 sagt der Herr etwas Ăhnliches:
âMein Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis.â
Wer sucht, der findet!
Wir können das jetzt nicht in einer einzigen Lehre nachholen und euch eine fundamentale Schulung geben, aber ich denke, ich kann eine grundlegende Erkenntnis dessen vermitteln, was das Wort Gottes sagt und was Gott bereitgestellt hat, so dass es anschlieĂend mit eurer Unkenntnis ein wenig besser sein dĂŒrfte. Ich möchte aus diesem Grund, dass wir jetzt alle kollektiv Gott unsere SĂŒnde der Unwissenheit und Ignoranz bekennen, die Tatsache, dass wir Gott nicht suchen, dass wir sein Wort nicht studieren, dass wir uns nicht die Zeit nehmen, herauszufinden, was Gott sagt. Wir möchten Gott bitten, uns das zu vergeben. AnschlieĂend möchten wir uns selbst dazu verpflichten, soweit es irgendwie möglich ist, den Willen und das Wort Gottes zu suchen und zu erkennen. Wollen wir das jetzt gemeinsam tun? Ich möchte euch bitten, mir das folgende kurze Gebet nachzusprechen:
Gott, wir erkennen an... und bekennen vor dir..., dass wir in vielerlei Hinsicht... aus eigenem Verschulden... dein Wort und deinen Willen nicht kennen... Gott, wir bekennen dies jetzt als SĂŒnde... Wir tun BuĂe ĂŒber diese SĂŒnde... Wir bitten dich, sie uns zu vergeben... und uns zu helfen..., ab heute die Wahrheit sorgfĂ€ltiger zu suchen... Das bitten wir im Namen Jesu... Amen...
2. Gut. Die zweite Barriere ist im Leib Christi ebenfalls in einem erschreckenden AusmaĂ anzutreffen. Diese Barriere hĂ€ngt mit der ersten Barriere zusammen. Es ist Unglauben. In vielen unserer Kirchen und Gemeinden erachten wir Unglauben lediglich fĂŒr eine harmlose SchwĂ€che. âNun, ich glaube nicht, aber erwartet Gott das ĂŒberhaupt von mir?â Das Neue Testament bezeichnet Unglauben jedoch nicht als harmlose SchwĂ€che, sondern als SĂŒnde. Sobald wir das erkannt haben, sind wir auch bereit, den Unglauben loszuwerden, und dadurch, dass wir Gott glauben, die Voraussetzung dafĂŒr zu schaffen, dass wir empfangen, was er fĂŒr uns hat.
Ich möchte in diesem Zusammenhang HebrÀer 3,12-13 lesen. Diese Worte wenden sich ganz speziell an Christen. HebrÀer 3,12-13:
âSehet zu, BrĂŒder, dass nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei im Abfall vom lebendigen Gott, sondern ermuntert einander jeden Tag, solange es âheuteâ heiĂt, damit niemand von euch verhĂ€rtet werde durch Betrug der SĂŒnde.â
Ist euch aufgefallen, wie der Autor in dieser Passage den Unglauben bezeichnet? Er bezeichnet ihn als âböseâ und er bezeichnet ihn als âSĂŒndeâ. Deshalb möchte ich euch jetzt bitten, gemeinsam mit mir, Gott um Vergebung fĂŒr unseren Unglauben zu bitten und im Anschluss daran unseren Glauben zu proklamieren und kundzutun. Wisst ihr, im Umgang mit diesen geistlichen Dingen ist es stets wichtig, das Negative durch das Positive zu ersetzen. Deshalb bitten wir als erstes Gott um Vergebung fĂŒr unseren Unglauben. Und es ist kein Einziger unter uns â mich eingeschlossen â, der nicht um Vergebung fĂŒr Unglauben bitten muss. AnschlieĂend werden wir dann in einer ganz einfachen Art und Weise unseren Glauben kundtun und proklamieren. Wir werden unseren Glauben an Gott, an Jesus, an den Heiligen Geist und an das Wort Gottes proklamieren. So etwas kann beispielsweise die ganze AtmosphĂ€re in einem Saal Ă€ndern. Ab diesem Zeitpunkt kann in einem Saal eine AtmosphĂ€re des Glaubens herrschen. Deshalb möchte ich euch jetzt noch einmal bitten, gemeinsam mit mir zu beten. Wir werden dies gemeinsam durchbeten.
Ich möchte noch dazusagen, dass das ein klein bisschen so ist, wie wenn man in unserer heutigen Zeit zum Arzt geht. FrĂŒher klopfte einem der Arzt einfach nur ein wenig auf die Brust und sagte: âMund auf und ahhh sagen.â Dann steckte er dir etwas in den Rachen, zog es wieder heraus und verschrieb dir anschlieĂend eine ganze Menge Tabletten.
Heutzutage ist das anders. Wenn du heute zum Arzt gehst, wird dir Blut abgenommen und man nimmt an verschiedenen Stellen des Körpers Gewebeproben und schickt sie in ein Labor ein. Dort werden sie getestet und ausgewertet und nach einiger Zeit, wenn die Tests zu Ende sind, kommen sie wieder zurĂŒck und der Arzt zeigt dir dann deine Problembereiche auf.
Was wir hier tun, ist Ă€hnlich: Wir machen gewissermaĂen auch all diese Checks und Tests durch und eliminieren die einzelnen Probleme. Versteht ihr, was ich damit sagen möchte? Ich habe euch gesagt, dass diese Lehre sehr praktisch ausfallen wird. Wir bewegen uns auf einer anderen Grundlage, aber wir sind ganz genauso pragmatisch wie der Arzt oder Zahnarzt. Deshalb werden wir jetzt die SĂŒnde des Unglaubens bekennen und Gott bitten, uns zu vergeben, wir werden uns davon lösen und den Unglauben von uns weisen und dann werden wir unseren Glauben proklamieren und bekunden. Seid ihr bereit?
O Gott, wir kommen zu dir im Namen Jesu... und wir bekennen dir unsere SĂŒnde des Unglaubens... Wir versuchen nicht, sie zu beschönigen... oder zu entschuldigen... Wir sind dafĂŒr verantwortlich... Es tut uns Leid... Wir bitten dich, uns zu vergeben... und uns davon zu befreien... und uns deinen Glauben zu verleihen... Hier und jetzt erklĂ€ren wir,... jeder Einzelne von uns individuell, Folgendes...: Ich glaube an Gott, den Vater... Ich glaube an Jesus Christus, seinen Sohn... Ich glaube an Gott, den Heiligen Geist..., und ich glaube an die Bibel..., das wahre, mit AutoritĂ€t ausgestattete Wort Gottes... Herr Jesus, ich glaube, was du gesagt hast...: Gottes Wort ist die Wahrheit... Amen...
Gut. Geht es euch jetzt besser? Wie gesagt: Dadurch verĂ€ndert sich hĂ€ufig die AtmosphĂ€re an einem Ort, weil viele kleine DĂ€monen des Unglaubens durch die HintertĂŒr hinaus mĂŒssen.
3. Wir kommen nun zum dritten Hindernis, das man zwar nicht im Leben jedes einzelnen Christen antrifft, aber dennoch recht hĂ€ufig, nĂ€mlich SĂŒnde, die nicht bekannt worden ist.
In SprĂŒche 28,13 finden wir ein Prinzip. SprĂŒche 28,13:
âWer seine SĂŒnden zudeckt, wird keinen Erfolg haben...â (wörtl. a. d. Engl.)
Vielleicht versuchst du verzweifelt, in deinem Leben Erfolg zu haben und vielleicht strebst du nach vielen Dingen, aber wenn es zugedeckte, verdeckte SĂŒnde in deinem Leben gibt, die nicht vergeben ist, wirst du keinen Erfolg haben.
âWer seine SĂŒnden zudeckt, wird keinen Erfolg haben; wer sie aber bekennt und lĂ€sst, wird Erbarmen finden.â (teilw. wörtl. a. d. Engl.)
Ich vermute, dass es im Leben von vielen von uns SĂŒnden gibt, denen wir uns noch nicht gestellt haben, die wir nicht als SĂŒnde anerkannt haben, die wir nicht bekannt haben, ĂŒber die wir nicht BuĂe getan haben. Wir haben sie kaschiert und zugedeckt.
Gott kennt bereits alle unsere SĂŒnden â ob wir es wollen oder nicht!
Wenn ich mit Menschen spreche und ihnen die Notwendigkeit, ihre SĂŒnden zu bekennen, vor Augen fĂŒhre â was so ungemein wichtig ist -, stelle ich fest, dass viele Menschen denken: âNun, wenn ich Gott meine SĂŒnden nicht bekenne, dann erfĂ€hrt er auch nichts davon.â Ich bin wirklich vielen Leuten begegnet, die so denken. Aber ich sage dir eins: Gott kennt sie bereits jetzt! Gott bittet dich nicht, deine SĂŒnden zu bekennen, damit er erfĂ€hrt, was du getan hast. Gott bittet dich, deine SĂŒnden zu bekennen, weil er dir erst dann helfen kann, wenn du das tust. Verstehst du? Es ist zu deinem Besten, nicht zu seiner Information!
Ich sage dir noch etwas: Selbst wenn du ihm das Allerschlimmste ĂŒber dich selbst sagst, schockierst du ihn nicht, weil er es ja schon vorher wusste, bevor du es ihm bekannt hast. Zu jungen Leuten sage ich hĂ€ufig: Es gibt Dinge, bei denen du es nie schaffen wirst, sie deinen Eltern zu erzĂ€hlen, weil sie dir zu peinlich sind und du dich zu sehr schĂ€mst. Aber du kannst sie Gott sagen; Gott ist das niemals peinlich. Ist das nicht groĂartig?
Deshalb werde ich jedem Einzelnen von euch hier und jetzt die Gelegenheit geben, sich in der Gegenwart des Heiligen Geistes die Frage zu stellen, ob in eurem Herzen und in eurem Leben noch SĂŒnde ist, die ihr noch nie bekannt habt. AnschlieĂend könnt ihr dann ganz einfach, fĂŒr euch selbst, alle SĂŒnden bekennen, die der Heilige Geist euch aufzeigt. Die Bibel sagt: âWenn wir unsere SĂŒnden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die SĂŒnden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeitâ (1 Joh 1,9). Wenn du also deine SĂŒnden bekennst, hat Gott sich in seiner Treue und Gerechtigkeit dazu verpflichtet, dir zu vergeben und dich zu reinigen. GleichgĂŒltig, was du auf dem Gewissen oder auf dem Herzen hast â wenn du diese SĂŒnde oder SĂŒnden im Glauben an Gottes Treue bekennst, kannst du dich anschlieĂend so fĂŒhlen, als hĂ€ttest du diese SĂŒnde nie begangen! Denn wenn Gott uns unsere SĂŒnden vergibt, tilgt er sie auch und radiert sie aus. Er hĂ€lt sie uns nie wieder vor.
BuĂe tun â ganz praktisch
Wir wollen uns nun einige Augenblicke Zeit dafĂŒr nehmen. Ich möchte jeden Einzelnen von euch einladen, sich jetzt kurz â nur fĂŒr sich ganz allein â in die Gegenwart Gottes zu begeben und sich von Gott zeigen zu lassen, ob da etwas ist, was du gesagt oder getan hast, was SĂŒnde ist â vielleicht auch schon vor vielen Jahren! Der Heilige Geist erinnert dich daran. Dann reagierst du darauf und sagst: âGott ich erkenne das als SĂŒnde an. Es tut mir Leid. Ich tue BuĂe darĂŒber. Vergib mir diese SĂŒnde. Reinige mich im Blut Jesu.â Wir wollen zu diesem Zweck nun einige Augenblicke still werden ...
...Wenn du nun triumphierend kundtun möchtest, dass du etwas bekannt hast und weiĂt, dass Gott es dir vergeben hat, wenn du kundtun möchtest, wie gut sich das anfĂŒhlt, dann sag es Gott. Der Herr segne dich! Denk daran, es ist dir nicht nur vergeben â du bist davon gereinigt. Ab jetzt steht, was diese Sache betrifft, nichts mehr zwischen dir und Gott.
Wir wollen nun noch laut Gott dafĂŒr danken: âDanke, Gott... Gott, ich danke dir... danke, dass du mir vergeben hast...â Kannst du das sagen? âGott, danke, dass du mir vergeben hast... Gott, ich nehme deine Vergebung an...â
Und dann gibt es möglicherweise noch etwas, was du tun musst: Du musst dir selbst vergeben! Manchmal ist das das Schwierigste. Sprich es laut aus und sag: âGott, weil du mir vergeben hast, vergebe ich jetzt auch mir selbst. Amen.â...
4. Kommen wir nun zum nÀchsten Hindernis, das eng mit dem vorigen zusammenhÀngt, nÀmlich: anderen Leuten nicht vergeben. Das ist innerhalb des Leibes Christi wirklich schrecklich hÀufig anzutreffen.
Ich möchte euch in dem Zusammenhang zeigen, was Jesus in Markus 11,25 sagt. Markus 11,25:
âUnd wenn ihr steht und betet, so vergebt, wenn ihr etwas gegen jemand habt, damit auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Ăbertretungen vergebe.â
Gut. Du möchtest beten. Jesus sagt: âBevor du zu beten beginnst, prĂŒfe dich selbst. Frage dich: Gibt es da jemanden, gegen den ich etwas habe?â Warum sagt Jesus das? Wenn du betest, ohne zu vergeben, und Groll in deinem Herzen hegst, verhindern dieser Groll und diese mangelnde Vergebung die Erhörung deiner Gebete. Jesus sagt also: âWenn du möchtest, dass dein Kommunikationskanal mit Gott frei ist und die Voraussetzung dafĂŒr vorhanden ist, dass du empfĂ€ngst, worum du bittest, dann vergib, bevor du betest, wenn du irgendetwas in deinem Herzen gegen irgendjemanden hast â und da ist nichts und niemand ausgenommen â und bete erst dann.
Vergebung ist eine Willensentscheidung!
Vergebung ist keine Emotion, sondern eine Entscheidung; es ist eine Willensentscheidung. Manchmal erklĂ€re ich es folgendermaĂen: Das ist so, wie wenn du einen Schuldschein von jemandem in HĂ€nden hĂ€ltst. Vergeben heiĂt, den Schuldschein zerreiĂen. Genau das ist es.
Ich lehrte einmal ĂŒber dieses Thema und sprach insbesondere zu Ehefrauen, die von ihren MĂ€nnern schlecht behandelt oder im Stich gelassen worden waren. Und ich wies darauf hin, dass sie, auch wenn sie tatsĂ€chlich schlecht behandelt worden sind, eine Grundhaltung der Vergebung gegenĂŒber ihrem Ehemann haben mĂŒssten. Und ich sagte im Rahmen dieser Lehre zu einer imaginĂ€ren Ehefrau: âVielleicht hĂ€ltst du in deiner Hand einen ganzen Stapel Schuldscheine deines Ehemanns. Darauf steht: âIch schulde dir Liebe, ich schulde dir UnterstĂŒtzung, ich schulde dir FĂŒrsorge, ich schulde dir Versorgung in vielen Bereichenâ â alles Dinge, die dir dein Ehemann nicht gegeben hat. All diese Schuldscheine sind legal und berechtigt, absolut berechtigt. Du kannst auf sie pochen und sie festhalten. Aber bevor du dich dazu entschlieĂt, solltest du daran denken, dass Gott im Himmel auch einen Stapel Schuldscheine von dir an ihn in HĂ€nden hĂ€lt. Und Gott sagt immer wieder: âMachen wir doch einen Deal: Du zerreiĂt deine Schuldscheine und ich zerreiĂe meine. Aber wenn du deine festhĂ€ltst, werde ich meine auch festhalten.ââ
In einem seiner Gleichnisse zeigt Jesus in Bezug auf das, was man schuldig ist, die GröĂenverhĂ€ltnisse auf. Umgerechnet auf unsere heutige WĂ€hrung wĂ€re das so, dass dir jemand 17 Dollar schuldet, du aber Gott sechs Millionen Dollar schuldest. Aus diesem Grund ist es nicht ĂŒbergeistlich, anderen Leuten zu vergeben; es zeugt vielmehr von einer fortgeschrittenen Form von Eigennutz. Jeder Mensch, der nicht auf 17 Dollar verzichtet, wenn ihm dafĂŒr sechs Millionen Dollar erlassen werden, hat schlicht und einfach keinen GeschĂ€ftssinn â das ist alles.
Ich sagte damals also: âWenn du möchtest, dass Gott seine Schuldscheine gegen dich zerreiĂt, dann zerreiĂ du alle Schuldscheine, die du in HĂ€nden hĂ€ltst â sei es von deinem Ehemann oder von deinen Eltern oder von wem auch immer.â Ich war gerade mit meiner Predigt fertig und wusste nicht, was als NĂ€chstes kommen wĂŒrde. Da kam im Mittelgang eine ĂŒberaus adrett gekleidete junge Frau auf mich zu; ich wĂŒrde sagen, sie war etwa 30 Jahre alt, wirkte sehr gebildet und beherrscht. Sie ging schnurstracks auf mich zu, schaute mir in die Augen und strahlte ĂŒber das ganze Gesicht. Sie sagte: âMr. Prince, ich möchte Ihnen nur sagen, dass ich im Verlauf Ihrer Predigt Schuldscheine etwa im Wert von 30 000 Dollar zerrissen habe.â Dann drehte sie sich um und ging nach Hause. Sie hatte die Botschaft verstanden; sie brauchte keine Seelsorge, sie brauchte kein Gebet, sie hatte das Richtige getan.
Gut. Wir werden uns jetzt also ein wenig Zeit nehmen, um etwas gegen Groll und mangelnde Vergebung in unserem Herzen zu unternehmen. Dabei werden wir folgendermaĂen vorgehen: Wir nehmen uns einige Augenblicke Zeit und ich werde dafĂŒr beten, dass der Heilige Geist euch aufzeigt, ob noch eine verborgene bittere Wurzel in euch steckt. Die Bibel sagt: âWenn eine bittere Wurzel vorhanden ist und zu treiben beginnt, wird sie viele verunreinigen.â AnschlieĂend werdet ihr euch dazu entscheiden, diese Schuldscheine zu zerreiĂen.
Viele von euch jungen Menschen haben vielleicht den Eindruck, dass euch eure Eltern nicht richtig behandelt haben. Leider ist das in vielen Situationen heute auch tatsĂ€chlich der Fall. Aber ich möchte euch darauf hinweisen, dass âEhre Vater und Mutterâ das erste Gebot ist, das eine VerheiĂung in sich birgt. Also ist das wiederum eine Form von fortgeschrittenem Eigennutz.
Ihr mĂŒsst nicht mit allem einverstanden sein, was sie tun, aber ihr mĂŒsst ihnen gegenĂŒber eine Grundhaltung des Respekts haben. Ich kenne keinen einzigen Christen, der von Gott wirklich gesegnet ist, der eine falsche Haltung gegenĂŒber seinen Eltern hat â keinen einzigen. Es ist eine wesentliche Grundvoraussetzung dafĂŒr, den Segen Gottes zu empfangen. Ich meine damit jedoch nicht ausschlieĂlich eine falsche Haltung gegenĂŒber Eltern oder EhemĂ€nnern oder Ehefrauen, aber das sind die hĂ€ufigsten FĂ€lle.
Ich werde jetzt beten und den Heiligen Geist bitten, uns zu zeigen ob in unserem Herzen und in unserem Leben noch Bereiche sind, in denen wir nicht vergeben haben. Etwas spÀter werde ich euch dann ein Vergebungsgebet vorsprechen und euch bitten, es nachzusprechen:
âHeiliger Geist, wir bitten dich jetzt im Namen Jesu, zum Herzen eines jeden Einzelnen von uns zu sprechen. Zeig uns, ob noch Bitterkeit, Groll und mangelnde Vergebung in unserem Herzen ist und mach uns bereit zu vergeben.â
Vielleicht erinnert euch der Heilige Geist jetzt an eine spezielle Person, einen speziellen Namen oder eine konkrete Situation. Ich möchte euch bitten, mir jetzt folgendes Gebet nachzusprechen:
Herr, wenn noch irgendein Groll in meinem Herzen ist..., irgendetwas, wo ich nicht vergeben habe..., irgendetwas, wo ich bitter bin..., dann lege ich das jetzt vor dir ab... Ich lasse es los... Allen Personen, die mir jemals geschadet haben... oder die mich falsch behandelt haben..., vergebe ich jetzt..., so wie ich möchte, dass du mir vergibst... Herr, ich vergebe ihnen in deinem Namen, Herr Jesus..., und ich glaube, dass du mir vergibst... Danke, Herr... Im Namen Jesu...
5. Gut. Machen wir weiter. Die nĂ€chste Barriere ist in unserer heutigen Zeit ausgesprochen weit verbreitet und sehr hĂ€ufig anzutreffen: Okkultismus. Ich meine damit, dass man in irgendeiner Art und Weise in okkulten Dingen verstrickt ist bzw. sich damit beschĂ€ftigt hat, z. B. mit Dingen wie Wahrsagerei, Ouijaboards, Horoskopen oder anderen unzĂ€hligen verschiedenen Möglichkeiten, wie Aberglaube und Satanismus unsere zeitgenössische Kultur unterwandern und prĂ€gen. All diese Dinge sind ausnahmslos Hindernisse fĂŒr eine Heilung. Ruth und ich haben das in zahlreichen FĂ€llen erlebt. Menschen kommen und wollen geheilt werden, aber es liegt nach wie vor irgendein dunkler Schatten des Okkultismus auf ihrem Leben und steht zwischen ihnen und der Heilung, die sie gerne haben möchten.
Okkultismus hat viele Gesichter
Es gibt viele Erscheinungsformen von Okkultismus. Viele Formen der zeitgenössischen Musik bzw. Rockmusik sind im Grunde satanisch; es steckt eine dĂ€monische Kraft darin. Und wenn wir uns dafĂŒr öffnen, kann es sein, dass wir Befreiung brauchen. Oder Drogen. Ich kann heute nicht alle Formen aufzĂ€hlen. Ich vertraue darauf, dass der Heilige Geist es euch zeigen wird.
Ich möchte in diesem Zusammenhang nur eine kurze Geschichte erzĂ€hlen: Ruth und ich waren einmal in einer bestimmten Stadt. Wir kamen im Rahmen einer Veranstaltung an den Punkt, an dem wir fĂŒr Kranke beten wollten. Eine junge Frau â sie war vielleicht 18 â kam zu uns und wollte Gebet. Als wir ihr in die Augen schauten, sahen wir diesen speziellen glasigen Blick, der fast immer auf eine Verstrickung in okkulte Dinge hinweist.
Deshalb wollten wir ihr eine Hilfestellung geben, bevor wir fĂŒr sie beteten. Ich sagte zu ihr: âHaben Sie sich schon einmal mit okkulten Dingen beschĂ€ftigt?â Sie sagte nein. Ich hatte den Eindruck, dass dies eine ehrliche Antwort war, aber ich wollte der Sache auf den Grund gehen. Ich sagte: âSie waren noch nie bei einem Wahrsager; Sie haben noch nie mit einem Ouijaboard gespielt?â Die Antwort war: âNein.â âHaben Sie Ihr Horoskop gelesen?â âNein.â Aber diese Barriere war nach wie vor da. Und dann schenkte Gott Ruth ein Wort der Erkenntnis und sie sagte: âRockmusik.â In diesem Augenblick fiel das MĂ€dchen nach hinten um, ohne dass wir fĂŒr sie gebetet hatten. Das war die Barriere gewesen, versteht ihr? Danach konnte sie geheilt werden.
Aus diesem Grund wollen wir nun einen Schritt weiter gehen. Wir werden jetzt jeglichem Kontakt mit okkulten Dingen entsagen und uns davon lösen. Bevor wir das tun, möchte ich euch noch kurz 2. Mose 23,24ff vorlesen. Es handelt sich dabei um Anweisungen Moses an die Kinder Israels, wie sie mit jenen Formen von Gottesdienst, Anbetung und Religion umgehen sollten, die im Land Kanaan vorhanden waren, bevor sie dorthin kamen. Mose warnte sie davor, in irgendeiner Art und Weise an solchen satanischen Praktiken Anteil zu haben. Er sagt in Vers 24:
âDu sollst dich vor ihren Göttern nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht nach ihren Taten tun, sondern du sollst sie ganz und gar niederreiĂen und ihre Gedenksteine völlig zertrĂŒmmern.â
Mit anderen Worten: Es sollte keinerlei Verbindung zu irgendeiner Erscheinungsform dieser okkulten Praktiken bestehen. Auf dieser Basis gibt Mose anschlieĂend die folgenden wunderbaren VerheiĂungen:
âUnd ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde alle Krankheit aus deiner Mitte entfernen. Keine Frau in deinem Land wird eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein; die Zahl deiner Tage werde ich erfĂŒllen.â
Sind das nicht herrliche VerheiĂungen?! Keine Unfruchtbarkeit, keine Fehlgeburten, keine frauenspezifischen Probleme, keine Krankheit, eine garantierte volle Lebensspanne. Wer möchte das nicht? Aber, BrĂŒder und Schwestern, ihr dĂŒrft das nicht aus dem Zusammenhang reiĂen. Das gilt nur fĂŒr jene, die absolut und restlos mit jeder Form von Okkultismus gebrochen haben.
Ich möchte euch ein sehr einfaches Beispiel hierfĂŒr erzĂ€hlen. Vor vielen Jahren war ich einmal in einem ganz typischen charismatischen Hauskreis. Ich saĂ neben einem jungen Mann, von dem ich spĂ€ter herausfand, dass er eigentlich katholisch war. Wir unterhielten uns und ich fragte ihn: âBist du im Heiligen Geist getauft?â Und er antwortete: âJa, aber...â Sobald jemand diese Frage mit âJa, aber...â beantwortet, weiĂ man augenblicklich, was dieses âaberâ ist, nicht wahr? âAber ich rede nicht in Zungen.â Also sagte ich: âWieder ein Elefant ohne RĂŒssel!â Ich habe nicht darĂŒber mit ihm diskutiert und hatte auch nichts Besonderes vor, ich sagte nur: âWarst du schon einmal bei einem Wahrsager?â âO jaâ, erwiderte er, âeinmal, ungefĂ€hr als ich 15 war â nur so zum SpaĂ. Ich habe nicht daran geglaubt.â Ich sagte: âDu warst also bei einem?â Er sagte ja. Ich erwiderte: âWĂ€rst du bereit, vor Gott zu bekennen, dass das eine SĂŒnde war und ihn zu bitten, sie dir zu vergeben und dich von all ihren Konsequenzen zu lösen?â Ich glaube nicht, dass er meine Argumente recht ĂŒberzeugend fand, doch mehr oder weniger um mich wieder loszuwerden sagte er: âOkay.â Ich leitete ihn in einem ganz einfachen Gebet an: âHerr, ich bekenne, dass ich zu einem Wahrsager gegangen bin. Ich hĂ€tte es nicht tun sollen. Ich erkenne, dass das eine SĂŒnde war. Ich bitte dich, mir zu vergeben und mich von allen Konsequenzen zu befreien, im Namen Jesu.â Dann legte ich ihm die Hand auf und betete fĂŒr ihn und auf einmal sprach er flieĂend in Zungen. Seht ihr, das war die unsichtbare Barriere.
Aber das ist nicht nur eine Barriere fĂŒr Geistesgaben, sondern auch eine Barriere fĂŒr Heilung. Wenn ihr also jetzt mitmachen wollt â ihr mĂŒsst nichts tun, was gegen euren Willen wĂ€re; nicht einmal Gott kann etwas gegen euren Willen tun â wenn ihr aber jetzt mitmachen wollt, werden wir uns jetzt von jeglicher Verstrickung in Okkultismus lösen. Seid ihr bereit? Wenn ich vor Menschen spreche, betrifft dies hĂ€ufig gut die HĂ€lfte von ihnen, denn die Verstrickung in Okkultismus lĂ€uft heutzutage oft sehr unterschwellig ab. Dieser Einfluss dringt auf vielen verschiedenen Wegen bei uns ein. Man braucht nur in einen Souvenirladen zu gehen und sich irgendeinen kleinen Götzen als Andenken oder zur Zierde mit nach Hause zu nehmen.
Ich glaube, ich muss euch noch eine andere Geschichte erzÀhlen, weil ich nicht sicher bin, ob ihr euch dessen tatsÀchlich bewusst seid, wie ernst diese Angelegenheit ist.
Vor einigen Jahren diente ich in den Vereinigten Staaten einmal einer Frau, die Richterin war. Sie war Mitglied des Obersten Gerichtshof des Staates Virginia. Sie hatte zehn Jahre lang Probleme mit dem Darm gehabt. Sie war auch schon operiert worden, war aber nie schmerzfrei gewesen. Ich betete fĂŒr Menschen in einer Methodistengemeinde. Ich lieĂ die Leute auf einem Stuhl Platz nehmen und betete fĂŒr sie so, wie ich es manchmal tue. Sie stand da und die Kraft Gottes kam ĂŒber die Leute. Ich sagte zu ihr: âSind Sie bereit?â Sie erwiderte: âNein, ich glaube nicht.â Ich entgegnete: âNun, wenn Sie bereit sind, dann sagen Sie es mir.â Etwa zehn Minuten spĂ€ter sagte sie: âIch denke, jetzt bin ich bereit.â Ich lieĂ sie auf dem Stuhl Platz nehmen und nahm ihre Beine in die Hand. Ein Bein war kĂŒrzer als das andere; es wuchs heraus und die Kraft Gottes traf sie wie ein Hammerschlag. Sie war etwa eine drei viertel Stunde lang völlig weg. Sie erzĂ€hlte es mir persönlich. Als sie wieder zu sich kam, war sie das erste Mal in zehn Jahren schmerzfrei. SpĂ€ter stellte sich Folgendes heraus: Als sie am Darm operiert wurde, hatte man ihr Metallklammern eingesetzt, um Dinge zu fixieren. Als Gott sie heilte, entfernte er diese Metallklammern. AnschlieĂend war nichts mehr davon zu finden.
Auch unbewusster Götzendienst bringt einen Fluch mit sich!
Einige Zeit spĂ€ter gewann ihre Freundin bei einem Preisausschreiben eine Reise nach Mexiko fĂŒr zwei Personen, zu der sie sie mitnahm. Also machten die beiden Urlaub in Mexiko. Kaum waren sie wieder zurĂŒck, rief die Freundin meine Frau und mich an und war total verzweifelt. Sie sagte: âMeine Freundin â also die andere Frau â hat gerade versucht, sich umzubringen. Bitte kommen Sie und helfen Sie uns.â Wir eilten zu ihnen und fingen an, mit ihnen zu reden. Die Situation war offensichtlich immer noch unverĂ€ndert. Ich sagte: âSie waren in Mexiko?â Sie sagten ja. Ich sagte: âHaben Sie irgendwelche Andenken mitgebracht?â Die Frau erwiderte: âJa, ein kreisrundes Bild.â Ich fragte: âEin kreisrundes Bild wovon?â âVom Sonnengott.â Ich sagte: âDas ist Ihr Problem. Sie stehen unter einem Fluch, weil Sie etwas Verfluchtes in Ihr Haus gebracht haben. Die Bibel sagt, wenn Sie etwas Verfluchtes in Ihr Haus bringen, sind Sie genauso verflucht wie die Sache selbst.â Sie war eine Frau der Tat. Sie stand auf, ging hinab in den Keller, brach das Andenken in StĂŒcke und warf es in den MĂŒll. Das war es gewesen. Sie hatte keine Probleme mehr, aber das hĂ€tte sie fast das Leben gekostet. Seht ihr, wie real das ist? Gott hat einen ganz intensiven Hass auf Götzendienst. Ich denke, wir machen uns keine Vorstellung davon, wie sehr Gott Götzendienst hasst.
Deshalb werden wir euch jetzt eine Gelegenheit geben. Wenn du in Okkultismus verstrickt warst und schon etwas dagegen unternommen hast, bist du frei. Aber wenn du in Okkultismus verstrickt warst und noch nie in deinem Leben etwas dagegen unternommen hast, wollen wir dir jetzt eine Gelegenheit geben. Wir wollen den Heiligen Geist an uns arbeiten und zu uns sprechen lassen. Er hat ein wunderbares GedĂ€chtnis. Er kann dich an etwas erinnern, das zwanzig Jahre zurĂŒckliegt...
Jetzt möchte ich euch in ein Gebet hineinfĂŒhren. Es muss jedoch auf eurem eigenen EingestĂ€ndnis beruhen. Bitte sprecht mir folgendes Gebet nach:
Herr...., wenn ich jemals in okkulten Dingen verstrickt war... auch ohne es zu wissen... was auch immer es war... bekenne ich es jetzt als SĂŒnde und löse mich davon... Ich bitte dich... mir zu vergeben... Und ich verpflichte mich jetzt,... mich nie wieder mit solchen Dingen zu beschĂ€ftigen... Vergib mir, Herr... und setz mich jetzt frei vom Einfluss dieser Dinge... Im Namen Jesu... Amen...
Gut.
6. Wir kommen nun zu einem Hindernis, das eng mit dem vorigen verwandt ist, falsche BĂŒndnisse schlieĂen. Werfen wir einen Blick auf 2. Mose 23,32. Dort heiĂt es:
âDu sollst mit ihnen und mit ihren Göttern keinen Bund schlieĂen.â
Es ist möglich, dass man eine Art Bund mit Leuten schlieĂt, die falsche Götter bzw. Götzen haben. Wenn man das tut, bekommt man Anteil an der Schuld dieser Leute und an ihren Götzen. Das kommt euch vielleicht sehr weit weg und abstrakt vor, aber ich werde euch auf einen doch recht weit verbreiteten Fall hinweisen.
Einige von euch werden vielleicht AnstoĂ an dem nehmen, was ich jetzt sage, aber ich sage es in Liebe, weil ich weiĂ, dass es wahr ist. Es gibt eine recht weit verbreitete Gruppe, die auf einem BĂŒndnis beruht, eine Geheimgesellschaft: Es ist die Freimaurerei. Wenn du etwas mit Freimaurerei zu tun hast, stehst du unter einem Fluch â nicht nur du selbst, sondern auch deine Familie und deine Nachkommen. Ich sage das aus Erfahrung. Ruth und ich sind solchen FĂ€llen begegnet. Wir hatten damit zu tun. Wir sind der Wurzel auf den Grund gegangen. Freimaurerei ist ein falsches religiöses System. Man kann sagen, was man will, aber die Sache ist nicht geheim. Das ist ein Bluff. Die wichtigsten Zeremonien der Freimaurerei sind bekannt und sind von Leuten bekannt gemacht worden, die keine Freimaurer sind.
Nehmen wir nur ein Beispiel: Der so genannte Grad des âKöniglichen Gewölbesâ glaubt an einen Gott namens âJabulonâ: âJaâ ist die Kurzform von âJahweâ, âBulâ ist die Kurzform von âBaalâ und âOnâ ist die Kurzform von âOsirisâ. Und jede Form von Religion, die den wahren Gott mit Baal und Osiris kombiniert, ist ein GrĂ€uel in den Augen des Herrn, gleichgĂŒltig, wer sie praktiziert â auch wenn es ein anglikanischer Bischof ist oder der Erzbischof von Canterbury, der frĂŒher mal Freimaurer war (ich meine einen vorigen, nicht den jetzigen). Es macht keinen Unterschied. Vor Gott gilt kein Ansehen der Person.
Wir haben miterleben mĂŒssen, wie sich dieser Fluch in entsetzlicher Art und Weise auf das Leben und die Familien von Menschen auswirkt. Ich nenne euch nur ein dramatisches Beispiel.
Als wir das letzte Mal in Australien waren, hatten wir dort einen Heilungsgottesdienst. Dabei kam unter anderem eine junge Frau nach vorne, die ganz offensichtlich Teil der Subkultur gewesen war, aber anscheinend gerade aus ihr herausgekommen war. Sie hatte ein offenbar neugeborenes Baby im Arm. Wir fragten: âWofĂŒr sollen wir beten?â Sie sagte: âFĂŒr mein Baby.â Es sah aus, als sei es vielleicht gerade mal sechs Tage alt. Die Frau sagt, es sei sechs Wochen alt. Wir fragten nach dem Problem. Sie sagte: âEs isst nichts. Ich kann es nicht dazu bringen, mehr zu sich zu nehmen als einen Löffel Milch.â Also legten Ruth und ich der Frau die HĂ€nde auf, die immer noch ihr Baby im Arm hielt. Die Kraft Gottes kam ĂŒber sie und sie fiel um, doch Ruth nahm ihr noch rasch das Baby ab und hielt es in ihrem Arm. Dann gab Gott Ruth ein Wort der Erkenntnis. Sie sagte: âDer Vater des MĂ€dchens ist Freimaurer.â Und die Leute, die der Frau dienten, die gerade am Boden lag, gingen gegen den Geist der Freimaurerei vor. Dieser fuhr mit einem lauten, langen Kreischen aus. Das Dramatische daran war, dass genau dasselbe Kreischen auch aus dem Mund des Babys kam, das Ruth wĂ€hrenddessen in ihrem Arm hielt.
Sechs Stunden spĂ€ter kam die Frau mit dem kleinen Baby zum Abendgottesdienst wieder. Sie sagte: âIch möchte Ihnen nur sagen, dass sie zwischen dem Vormittagsgottesdienst und jetzt drei ganze Flaschen getrunken hat.â Wir danken Gott dafĂŒr. Aber das kleine MĂ€dchen wĂ€re nie geheilt worden, wenn nicht zuvor der Fluch der Freimaurerei gebrochen worden wĂ€re.
Ich möchte nun alle von euch, die entweder persönlich oder durch ihren Ehemann oder Vater oder einen anderen Verwandten in Freimaurerei involviert sind, in einem Gebet anleiten, worin ihr dem entsagen könnt. Dies gilt auch fĂŒr Ă€hnliche Sekten, Geheimgesellschaften, BĂŒnde oder satanische Organisationen. Davon gibt es heutzutage eine ganze Menge. Wenn du mit so etwas irgendetwas zu tun hast, möchte ich dich jetzt bitten, diesen Dingen im Namen Jesu zu entsagen und dich davon zu lösen. Dazu werden wir nun kurz still. Ich werde euch einfach wieder ein Gebet vorsprechen. Wenn du es mitsprechen möchtest, dann lade ich dich jetzt dazu ein:
Herr Jesus Christus..., ich möchte dir dienen und dich lieben... Wenn auf meinem Leben... oder meiner Familie... ein Fluch der Freimaurerei... oder eines anderen Geheimbundes oder einer anderen Sekte liegt... bitte ich dich, mich davon freizusetzen... und mir zu vergeben... und dessen Kraft in meinem Leben jetzt zu brechen... Im Namen Jesu... Amen...
Gott segne euch.
Wir kommen allmĂ€hlich zum Ende. Das kommt euch vielleicht etwas langatmig vor, aber wir wollen es eben fĂŒr alle, die das hören, kollektiv tun.
7. Das letzte Hindernis, auf das ich eingehen möchte, sind die Auswirkungen eines Fluchs. Ich möchte euch in diesem Zusammenhang nun kurz eine Liste mit den gĂ€ngigsten Auswirkungen und Anzeichen eines Fluchs im Leben oder in der Familie eines Menschen vorlesen. Wenn mehrere dieser Dinge auf dich oder deine Familie zutreffen, liegt vermutlich ein Fluch auf dir. Die frohe Botschaft lautet jedoch, dass Jesus zu einem Fluch gemacht wurde, damit wir vom Fluch befreit wĂŒrden und den Segen empfangen können. Aber in den meisten FĂ€llen mĂŒssen wir uns von der Ursache des Fluchs aktiv lösen und die Freisetzung in Anspruch nehmen.
Die hÀufigsten Auswirkungen und Anzeichen eines Fluchs
- Geistiger und/oder gefĂŒhlsmĂ€Ăiger Zusammenbruch. Wenn dies in deiner Familiengeschichte vorhanden ist.
- Wiederholte oder chronische Krankheiten, besonders wenn sie erblich sind, da es Kennzeichen eines Fluchs ist, dass er von Generation zu Generation weitergegeben wird.
- Unfruchtbarkeit, wiederholte Fehlgeburten oder andere frauenspezifische Probleme. Was Ruth und mich betrifft, machen wir es so, dass wir, wenn wir fĂŒr solche Probleme beten, sie automatisch und von Anfang wie einen Fluch behandeln. Und wir durften schon hĂ€ufig miterleben, wie unfruchtbare Frauen schwanger wurden und Kinder bekamen und wir haben erlebt, wie viele Frauen von frauenspezifischen Problemen befreit wurden. Tumore und andere Probleme in den weiblichen Geschlechtsorganen verschwinden, sobald der Fluch gebrochen ist.
- Das Scheitern von Ehen und Entfremdung in der Familie. Wenn es in einer Familie gewissermaĂen âTraditionâ ist, dass Ehen in die BrĂŒche gehen und verschiedene Teile der Familie einander stĂ€ndig bekriegen, kannst du fast sicher sein, dass hier ein Fluch vorhanden ist.
- Andauernde finanzielle Not, das heiĂt, dass man es nie schafft das Armutssyndrom zu ĂŒberwinden.
- Eine Neigung zu UnfĂ€llen. Du bist jemand, der UnfĂ€lle geradezu anzieht. Du trittst vom Gehsteig auf die StraĂe und brichst dir den Knöchel. Du schlieĂt die TĂŒr deines Wagens und klemmst dir die Finger ein. Wisst ihr, was mir an solchen Leuten aufgefallen ist? Wenn sie kurz davor sind, befreit zu werden, stĂŒrzen sie wieder in eine Falle. Es ist wirklich erstaunlich. Ich habe in der Vergangenheit Befreiungsgottesdienste abgehalten und Leute wollten bis zu 150 Kilometer fahren, um daran teilnehmen zu können, aber dann hatten sie unterwegs eine Panne und sie kamen nie in den Gottesdienst. Warum? Ein Fluch.
- Eine lange Geschichte von Selbstmorden und unnatĂŒrlichen oder vorzeitigen TodesfĂ€llen.
Wir werden uns nicht lange damit aufhalten, aber wir beten jetzt noch einmal gemeinsam Folgendes:
Danke, Herr Jesus,... dass du zu einem Fluch gemacht worden bist..., damit ich vom Fluch befreit wĂŒrde...
Wenn du das sagst, dann lass ihn gehen, lass ihn los. Möglicherweise geschieht jetzt etwas in dir. Vielleicht bist du ab heute ein ganz anderer Mensch. Der dunkle Schatten ĂŒber deinem Leben, der sich an deine Fersen geheftet hatte, ist weg. So versuche ich hĂ€ufig, Leuten zu erklĂ€ren, wie ein Fluch wirkt: Er ist wie ein dunkler Schatten aus der Vergangenheit, der immer ĂŒber dir zu schweben scheint. Oder er ist wie eine Hand, die aus der Vergangenheit nach dir greift. Und jedes Mal, wenn du kurz davor bist, Erfolg zu haben, holt er dich wieder ein. Wenn ich dieses PhĂ€nomen mit einem SchlĂŒsselwort umschreiben sollte, dann wĂ€re es âFrustrationâ. Ich hatte schon mit vielen, vielen Menschen zu tun, die alle die Qualifikation hatten, um im Leben erfolgreich zu sein, und immer und immer wieder standen sie an der Schwelle zu diesem Erfolg, doch dann ging etwas schief. Das ist ein Fluch.
Der Heilige Geist ist groĂ genug, sich mit jeder einzelnen dieser Situationen zu beschĂ€ftigen. Du bekommst keine individuelle Betreuung von Derek Prince, sondern vom Heiligen Geist. Nimm dir jetzt einen Augenblick Zeit, ĂŒber dein Leben nachzudenken. Schau zurĂŒck. Wie ist dein Leben bisher verlaufen? Ăberleg, ob man darin solche Dinge erkennt und vorfindet, wie ich sie gerade beschrieben habe.... Gut, jetzt wollen wir wieder gemeinsam beten. Bitte sprecht mir folgendes Gebet nach:
Danke, Herr Jesus,... dass du am Kreuz zu einem Fluch gemacht wurdest..., damit ich vom Fluch befreit wĂŒrde... und in den Segen eintreten wĂŒrde... Und aufgrund dessen, was du getan hast, Jesus... löse ich mich hier und jetzt... in deinem kostbaren Namen von jedem Fluch ĂŒber mir... und meiner Familie... und ich nehme den Segen in Anspruch... den du fĂŒr mich mit deinem Blut erkauft hast... Danke, Herr Jesus...
Danken wir ihm dafĂŒr. Danke, Jesus. Danke Jesus.
Das war das letzte Hindernis auf unserer Liste.
Ich möchte euch nun noch auf etwas anderes hinweisen, dessen ihr euch bewusst sein sollt. Wenn wir fĂŒr Kranke beten, dĂŒrfen wir nicht vergessen, dass Krankheiten manchmal mit der Anwesenheit böser Geister im Zusammenhang stehen bzw. dadurch verursacht werden. Aus diesem Grund ist der Befreiungsdienst nicht selten ein Teil des Heilungsdienstes. In einigen Gemeinden wird das nicht so gehandhabt, aber ich nenne euch jemanden, der das tut und getan hat: Jesus.
Sehen wir uns ein Beispiel an. Ich erwÀhne diesen Punkt, damit wir in unserer geistigen Vorbereitung auch diesen Aspekt abdecken. Lukas 4,40-41:
âAls aber die Sonne unterging, brachten alle, die an mancherlei Krankheiten Leidende hatten, sie zu ihm; er aber legte jedem von ihnen die HĂ€nde auf und heilte sie. Und auch DĂ€monen fuhren von vielen aus, indem sie schreien...â
Beachtet, dass das Austreiben von DĂ€monen hier Hand in Hand geht mit der Handauflegung und dem Gebet um Heilung fĂŒr Kranke, denn wenn die ĂŒbernatĂŒrliche Kraft Gottes wirksam wird, können böse Geister das schlicht und einfach nicht lĂ€nger ertragen; sie mĂŒssen herauskommen.
Es besteht in zweierlei Weise ein Zusammenhang zwischen bösen Geistern und Krankheit. Erstens: Böse Geister können die direkte Ursache einer Krankheit sein. Es gibt den Geist der SchwĂ€che, den Geist des Schmerzes, den Geist der VerkrĂŒppelung und den Geist des Todes, um nur vier Geister zu nennen, mit denen wir es nicht selten zu tun haben. Viele Leute haben beispielsweise ein verkrĂŒmmtes RĂŒckgrat oder eine irgendwie deformierte WirbelsĂ€ule; die Ursache dafĂŒr ist ein Geist der VerkrĂŒppelung. Und damit so jemand wirklich frei wird, ist es notwendig, dass dieser Geist der VerkrĂŒppelung hinausgeworfen wird.
Jesus begegnete einmal einer Frau, die doppelt zusammengekrĂŒmmt war und nicht mehr aufrecht stehen konnte. Er behandelte diesen Zustand nicht wie eine physische Krankheit. Er sagte, diese Frau sei 18 Jahre lang durch einen Geist der SchwĂ€che gebunden gewesen. Er löste sie von diesem Geist und sie richtete sich augenblicklich wieder auf.
Wir persönlich hatten schon hĂ€ufig mit solchen FĂ€llen zu tun. Ich denke, ich kann an dieser Stelle nicht auf Einzelheiten eingehen. Es sei jedoch vielleicht noch gesagt, dass der Geist des Todes sehr, sehr weit verbreitet ist. Dieser Geist des Todes wirkt in der Weise, dass er einen Menschen schwach macht, krĂ€nklich und ihn letztendlich in einen verfrĂŒhten Tod treibt. So ein Mensch neigt meistens dazu, das Leben recht trĂŒbselig und dĂŒster zu sehen. Meistens neigt er dazu, nur die dunkle Seite der Dinge anzusehen. Solche Leute neigen auch dazu, sich dunkel zu kleiden. Es ist etwas Morbides an ihnen.
Ich musste schon öfter zu jungen Frauen sagen: âIch wĂŒrde Ihnen vorschlagen, kein Schwarz mehr zu tragen.â Vielleicht haltet ihr das fĂŒr sonderbar â ich sage auch nicht, dass man niemals etwas Schwarzes anziehen soll â, aber es besteht nun einmal ein Zusammenhang und es gibt einige Leute, fĂŒr die es nicht weise ist, schwarz zu tragen.
Ruth und ich hatten es vermutlich schon mit mehreren hundert Menschen zu tun, die vom Geist des Todes befreit werden mussten. Und ich denke, wir werden jetzt etwas tun, was ich eigentlich gar nicht vorgehabt habe: Wir haben die Feststellung gemacht, dass es immer richtig ist, das Negative durch das Positive zu ersetzen. Der Geist des Todes kann unter anderem dadurch in dich eindringen, dass du entmutigt bist, verzagt, bedrĂŒckt und sagst: âIch wĂŒnschte, ich wĂ€re tot. Ich könnte genauso gut auch tot sein. Wozu soll ich noch weiterleben?â Wenn du so etwas sagst, ist das eine Einladung an den Geist des Todes, in dich einzudringen und die Kontrolle zu ĂŒbernehmen. Und man braucht ihn nicht recht oft einzuladen. âIch wĂŒnschte, ich wĂ€re totâ ist mit das GefĂ€hrlichste, was man ĂŒberhaupt sagen kann.
Ist die Ursache einmal erkannt, ist die Schlacht bereits gewonnen!
Wir werden AussprĂŒche dieser Art nun widerrufen. Wir werden euch jetzt eine Gelegenheit geben, die negativen Dinge, die ihr ĂŒber euch gesagt habt oder nach wie vor ĂŒber euch sagt, zurĂŒckzunehmen und zu widerrufen. Der Psalmist sagt in Psalm 118,17:
âIch werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn erzĂ€hlen.â
Das ist eine positive Entscheidung. Versteht ihr? Das erste Mal sprecht ihr mir nach und dann sagen wir es gemeinsam, bis unser Glaube gestÀrkt ist. Sprecht nicht gleich von Anfang an mit, sondern sprecht mir zuerst einmal nach.
Ich werde nicht sterben..., sondern leben... und die Taten des Herrn erzÀhlen.
Ihr habt euch das sicher schon gemerkt und nun können wir es gemeinsam sagen:
Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn erzÀhlen.
Ich denke, ihr solltet einmal aufstehen und es noch einmal sagen, denn es hat etwas fĂŒr sich, wenn man aufsteht. Man signalisiert damit: Ich werde mich nicht vor dem Teufel beugen; ich werde den Teufel nicht auf meinen Emotionen und meinen inneren Haltungen herumtrampeln lassen. Gut. Wir sagen es also noch einmal. Seid ihr bereit?
Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn erzÀhlen.
Wenn jemand neben dir sitzt, dann ist es noch besser, wenn man so etwas nicht in den luftleeren Raum hineinsagt, sondern zueinander. Schau deinem Nebenmann in die Augen und sag zu ihm:
Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn erzÀhlen.
Wir wollen nun auf der Grundlage dieser Proklamation Gott preisen: âIch preise dich, Herr Jesus. Ich danke dir, Herr Jesus. Ich rĂŒhme deinen Namen. Ich habe Sieg, Sieg, Sieg durch das Blut des Lammes und durch den Namen Jesu. Amen. Amen.â
Wir kommen nun zum eigentlichen Gebet fĂŒr die Kranken. Es gibt verschiedene biblische Arten und Weisen, wie man den Kranken dienen kann. Wir werden uns jetzt an Markus 16,17 halten:
âDiese Zeichen aber werden denen folgen, die glauben: In meinem [Jesu] Namen werden... sie Schwachen... die HĂ€nde auflegen, und sie werden sich wohl befinden.â
Was wird mit ihnen geschehen? Sie werden sich wohl befinden. Es heiĂt nicht, dass sie alle augenblicklich geheilt sein werden. Manchmal geschieht eine Heilung spontan und augenblicklich, manchmal kommt eine Heilung schrittweise und kontinuierlich â aber sie kommt.
Als ich Ruth 1977 kennen lernte, war sie buchstĂ€blich eine Invalide, die nur auf den RĂŒcken liegen konnte. Ich legte ihr die HĂ€nde auf und betete fĂŒr sie und sagte: âLass den Stecker drin. Bleib mit deinem Stecker in der Kraftsteckdose Gottes.â Und ich sagte dazu, wir lassen unseren Stecker dadurch in der Kraftsteckdose Gottes, dass wir ihm weiterhin und fortwĂ€hrend danken, bis die Heilung vollendet ist. Das war im Juni.
Sie lieĂ den Stecker drin bis November und im November wurde ihre Heilung augenblicklich vollendet. Sie hatte einen Bandscheibenvorfall an der WirbelsĂ€ule gehabt und auĂerdem noch ein RĂŒckgrat, das von Kindheit an verkrĂŒmmt gewesen war. Heute sind ihre Bandscheiben alle in Ordnung und ihr RĂŒckgrat ist gerade. Aber sie bekam das nicht durch ein augenblickliches Wunder, sondern durch eine schrittweise voranschreitende Heilung.
Jesus sagt: âSie werden sich wohl befindenâ, aber er sagt nicht, wie lange das dauern wird. Manchmal geschieht es augenblicklich. Preis dem Herrn dafĂŒr, aber eben nicht immer. Einige von euch werden augenblicklich und spontan geheilt werden. Andere werden einen ersten Schritt zur Heilung erleben. Wenn deine Heilung begonnen hat, dann lass deinen Stecker in der Kraftsteckdose Gottes.
Dranbleiben! Den Glauben mit Gewissheit einsetzen!
Wenn du, nachdem fĂŒr dich gebetet worden ist, sagst: âIch bin nicht geheilt worden. Nichts ist passiertâ, weiĂt du, was du damit tust? Du ziehst den Stecker heraus und anschlieĂend wird nichts Weiteres mehr geschehen. Wenn du sagst: âMan hat fĂŒr mich gebetet. Gott hat mich berĂŒhrt. Ich werde ihm weiterhin danken, bis die Heilung vollbracht istâ, dann wird sie auch vollbracht werden.
Wir werden es nun folgendermaĂen machen. Doch zuerst will ich feststellen: Wie viele von euch hier im Saal wĂŒrden gerne fĂŒr sich beten lassen? Seht ihr das, BrĂŒder, wir haben noch einen langen Abend vor uns. Ich habe es euch doch versprochen. Wir werden unser Bestes geben, mehr als unser Bestes ist nicht möglich. Ruth und ich sind hier um euch zu dienen, und wir haben noch sieben andere Teams, die jeweils aus zwei oder drei Personen bestehen. Sie sind alle zum Dienst berufen, haben belegbare Dienste und sind alle von Gott gesalbt. Sie werden zusammen mit uns den Kranken dienen, indem wir ihnen die HĂ€nde auflegen. Wir werden euch im Namen Jesus die HĂ€nde auferlegen. Wir werden jedoch keine Seelsorge betreiben, gebt uns also nicht eure ganze Lebensgeschichte oder gar eure ausfĂŒhrliche Krankheitsgeschichte. Das einzige, was wir wissen mĂŒssen, ist Arthritis, ein schwaches Herz, eine BlasenentzĂŒndung, ich kann keine Kinder haben, Menstruationsbeschwerden⊠Worum auch immer es geht, versuche es in einen kurzen Satz zusammen zu fassen.
Jedoch werden wir dich nicht heilen, sondern Gott wird es tun. Und Gott kennt dein Problem schon bevor du es aussprichst. Wenn du zu diesen Dienern Gottes kommst, dann habe die Erwartungshaltung, dass du dem Wort Gottes gehorchst, und tust, was Er dir gesagt hat, und erwarte deine Heilung weder von Derek oder Ruth oder jemand von den anderen Teams. Schau durch uns zu Jesus, der uns geboten hat, den Kranken die HÀnde aufzulegen. Setze deinen Blick bitte nicht auf menschliche Persönlichkeiten, denn sie können dich nicht heilen. Jesus kann alles vollbringen.
Nun werden wir versuchen eine AtmosphÀre des Gebets und des Lobpreises aufrecht zu erhalten. Wenn du ein Kind Gottes bist, will ich nicht, dass du nur ein Zuschauer bist. Ich möchte, dass du dich im Gebet mit einbringst. Bete so, als ob dein eigener Bruder, deine eigene Schwester oder dein eigenes Elternteil hier oben Gebet empfÀngt. Mithilfe unserer Lobpreisleiter, werden wir gelegentlich Zeiten des Lobpreises mit einbauen. Wir haben erfahrungsgemÀà festgestellt, dass es Leuten in einer AtmosphÀre des Lobreises viel leichter fÀllt, Heilung zu empfangen. Wir wollen also keine Zuschauer haben, lasst euch nicht auf GesprÀche untereinander ein. Obwohl die Predigt nun zu Ende kommt, fÀngt der eigentliche Hauptteil des Gottesdienstes erst an.
AuĂerdem lassen wir nun den Zeitplan sausen, wenn du gehen musst, dann fĂŒhle dich frei, dich jederzeit auf den Weg zu machen, ohne dich schĂ€men zu mĂŒssen. Doch wir werden solange weitermachen, wie wir uns von Gott angewiesen fĂŒhlen. Gewöhnlich dauert so ein Heilungsgottesdienst einschlieĂlich der Lehre selten weniger als fĂŒnf Stunden. Wir haben auch schon acht Stunden durchgehalten. Und lass mich sagen, dass es verglichen mit den Heilungsdiensten Jesu eh noch sehr kurz ist, da seine Dienstzeiten drei Tage andauerten. Wir EuropĂ€er haben ein falsches ZeitgefĂŒhl.
Wir sagen, âGott ich habe zehn Minuten, was kannst du in der Zeit fĂŒr mich tun?â Nun, das liegt zwischen dir und Gott.
Praktische Vorbereitungen fĂŒr den Dienst
Können wir nun anfangen, die BĂŒhne vorzubereiten? Schiebt die StĂŒhle nach hinten, und bevor wir euch dienen, werden diejenigen von uns, die in den Teams sind, hier auf der BĂŒhne zusammenkommen, einander an die HĂ€nde nehmen und die Salbung Gottes fĂŒr uns ersuchen. Dadurch werden wir zugestehen, dass wir aus uns selbst heraus nichts bewirken können. Es geschieht nur durch die Gnade und Kraft Gottes. Wir können die Kanzel zur Seite stellen, ich bin sehr dankbar, fĂŒr diese wunderschöne Kanzel. Bin ich nun noch hörbar? Ja, gut.
Können sich nun die Teams hier versammeln? Stellt euch zusammen mit euren Teampartner auf. Wir nehmen uns an der Hand, und ich möchte hier stehen, damit ich die Leute sehen kann. Wir lassen die Vorderseite offen, damit uns die Leute auch sehen können. Wir werden uns nun vor Gott demĂŒtigen, ich denke es wĂŒrde ihm gefallen, wenn wir uns hinknien wĂŒrden, und einfach sagen, Gott wir stehen dir voll zur VerfĂŒgung. Jeder von uns soll nun beten, und uns der Barmherzigkeit Gottes ausliefern.
Oh Gott, wir ĂŒbergeben uns dir nun als deine Diener, deine Diener und MĂ€gde. Herr, wir geben zu, dass nichts aus uns selbst kommt. Nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch deinen Heiligen Geist. Gesegneter Heilige Geist, wir erkennen dich als dritte Person der Gottheit an. Du hĂ€ltst den SchlĂŒssel zur Schatzkammer Gottes. Wir unterwerfen uns dem Geist Gottes. Wir laden den Geist Gottes in diesen Versammlungsraum ein. ErfĂŒlle alle, die hier versammelt sind. Heiliger Geist, wir heiĂen dich Willkommen, komme hier mitten unter uns. Offenbare und verherrliche den Herrn Jesus Christus. BerĂŒhre das Volk Gottes. Offenbare die Gnade Gottes unter uns heute Abend. Lass den Sieg Jesu Christi, den er am Kreuz durch seinen Tod errungen hat â lass diesen Sieg ĂŒber die SĂŒnde, Krankheit und dĂ€monische KrĂ€fte, durch uns hier heute Abend offenbar werden. Das bitten wir im Namen Jesu, Amen! Preis den Herrn.
Nun könnt ihr euch hier vorne in euren Teams von links nach rechts aufreihen, und bleit in euren einzelnen Teams. Wir werden auch die Hilfe unserer Platzeinweiser brauchen. Die Platzeinweiser haben eine sehr groĂe Verantwortung. Wir werden diejenigen von euch, die fĂŒr sich beten lassen wollen, bitten nach vorne zu kommen. Bleibt bitte noch an eurem Platz, ich möchte euch bitten, den Platzeinweisern und mir zu folgen. ErfahrungsgemÀà haben wir gelernt, dass der Heilige Geist geht, wenn sich Leute unordentlich und respektlos verhalten. Und wenn der Heilige Geist geht, können wir auch gleich den Laden dicht machen, da ohne ihm nichts passieren wird. Je mehr du dich der Leiterschaft beugst, desto mehr wirst du dem Heiligen Geist wohlgefallen.
Doch bevor wir diesen allgemeinen Dienst beginnen, werde ich meine Frau nach vorne bitten, da Gott ihr ein Wort der Erkenntnis ĂŒber den Zustand eines Zuschauers hier im Saal gegeben hat. Gott tut dies, um Glauben zu erwirken und um die betreffende Person zu ermutigen, da Gott dir zeigen will wie sehr er dich liebt, indem er dich heute hier herausruft und dir zeigt, dass er deine Not kennt, bevor du es ihm gesagt hast, und wenn diese Situation auf dich zutrifft, dann komme gleich nach vorne sobald die Not beschrieben wird. Wir werden sofort fĂŒr dich beten, also komme nach vorne mit der Erwartung, geheilt zu werden.
Ich will euch dahingehend noch ein Beispiel geben. Vor etwa einem Jahr waren wir in England, und es war gar kein Heilungsgottesdienst, es war ein gewöhnlicher Sonntagsgottesdienst. Doch bevor ich zu sprechen anfing, sagte mir Ruth, sie hĂ€tte ein Wort der Erkenntnis. Da ich meine britischen Landsleute kenne, sagte ich, âbleibe nicht in deinem Stuhl stecken, schĂ€me dich nicht, warte nicht, wenn du dich angesprochen fĂŒhlt, dann komme sofort nach vorne. Lass es nicht zu, dass Satan dich zurĂŒck hĂ€lt.â Ruth sagte dann, âheute Morgen ist eine Person hier, die Angst hat, an einem Auge blind zu werdenâ. In der zweiten Reihe saĂ eine indische Frau in ihrem Sari, und bevor Ruth mit ihrem Satz halb fertig war, war sie schon auf der BĂŒhne. Sie sagte, âich bin es! Das ist der einzige Grund warum ich hier bin, da ich Angst habe, blind zu werden.â Ich fragte sie, ob sie Christin ist. Sie sagte, âich bin reiner Hinduâ. Doch das war der einzige Weg, wie Gott diese Frau fĂŒr sich gewinnen konnte, nicht wahr?
Ok, kannst du nun hier hineinsprechen? SpÀter werden wir bestimmt noch ein weiteres Mikrofon brauchen.
Ruth: Gott hat mir eine Person gezeigt, die ein blockiertes rechtes Ohr hat. Ich wollte gerade sagen, dass es ein Mann jenseits seiner Jugend ist. Komm bitte herauf.
Derek: Das ist eine taktvolle Beschreibung.
Ruth: Er ist im mittleren Alter.
Derek: Gut komme gleich nach vorne. Platzeinweiser, hilft ihm bitte, falls er es braucht. Kann einer von euch hier sein, falls er umfÀllt. Kennst du den Herrn Jesus?
Gast: Ja.
Derek: Dienst du ihm, und lebst du fĂŒr ihn?
Gast: Ja.
Derek: Wie lange hast du schon diese Blockade in deinem Ohr?
Gast: Seit drei Jahren.
Derek: Glaubst du, dass Gott dich nun berĂŒhren wird?
Gast: Ja, ich glaube, dass der Herr mich heilen wird.
Derek: Danke Vater, nun im Namen Jesus setzen wir ihn frei!
Ruth: Fange an ihn zu Danken.
Gast: Danke Herr!
Derek: Warst du zuvor schwerhörig? Auf dem rechten Ohr?
Gast: Ja, das hier.
Derek: Sprich mir nach, was du hörst. Danke Jesus.
Gast: Danke Jesus.
Derek flĂŒstert: Danke Jesus.
Gast: Danke Jesus.
Derek: Du kannst ein FlĂŒstern hören. Wie fĂŒhlt sich das an?
Gast: GroĂartig!
Derek: Preis den Herrn. Danke, danke, danke Herr Jesus. Gott segne dich!

